Das Steuer und die Lupe – Band 7a
EMAS — Das Haus im Register Verordnung (EG) Nr. 1221/2009 · konsolidierte Fassung vom 12. Juli 2023 Rechtsstand D · A · CH: 5. Oktober 2026 BAND 7a
Ein Zertifikat hängt an der Wand des Hauses, eine Registrierung steht in einem Verzeichnis, das ihm nicht gehört. Band 7a zeigt, was EMAS über ISO 14001 hinaus verlangt und was die Eigentümerschaft dafür entscheiden muss. 30 Abschnitte, 30 konzeptuelle Karten, Fälle aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. 579 Seiten.
Das Haus im Register
Der Band beginnt in Berchtesgaden. Ein Veranstalter aus Hamburg schickt einen Fragebogen, und in Zeile neun fragt er nach der Registrierungsnummer. Das Haus ist seit Jahren nach ISO 14001 zertifiziert und hat keine. Was dazwischen liegt, ist kein weiteres Papier, sondern eine öffentliche, von einem Umweltgutachter validierte Umwelterklärung mit Zahlen über mindestens drei Jahre, ein Rechtskataster mit Beleg zu jedem Häkchen und eine Eintragung durch eine zuständige Stelle, die vorher die Behörden fragt.
Kapitel 1 — Die Entscheidungen der Eigentümerschaft. Was eine Registrierung von einem Zertifikat unterscheidet, was Teil B des Anhangs II hinzufügt, der Normstand zwischen dem Anhang II und der ISO 14001:2026, Organisation und Standorte, das Haus in der Schweiz und der Weg über einen Mitgliedstaat, Kontext und Nachbarn, Rechtskonformität, Umweltleistung, indirekte Aspekte, das Umweltprogramm mit Betrag und Datum, das Referenzdokument für den Tourismus, die Umwelterklärung eines schlechten Jahres, Logo und Umweltaussagen, die Rechnung der Registrierung und die Wahl zwischen Zertifikat, Registrierung und Umweltzeichen.
Kapitel 2 — Das operative Management. Die erste Umweltprüfung, das Rechtskataster aus den eigenen Bescheiden, die Bewertung der Umweltaspekte, die Kernindikatoren für Energie, Wasser, Abfall, Material, Emissionen und Fläche, Saisonkräfte, der offene Dialog mit Gästen und Nachbarn, Dienstleister und Pächter, Notfallvorsorge, die Daten der Umwelterklärung und die Wochen vor der ersten Begutachtung.
Was verlangt ist und was nur Methode. In jedem Abschnitt trennt eine Tabelle, was die Verordnung (EG) Nr. 1221/2009 verlangt, was das Nutzerhandbuch der Kommission empfiehlt und was nur Methode ist. Die Verordnung steht in der konsolidierten Fassung vom 12. Juli 2023, das Recht der drei Länder zum Stand vom 5. Oktober 2026, mit einem Nachtrag zur Änderung des Umweltauditgesetzes, die am 21. Oktober 2026 in Kraft getreten ist.
Was dieses Buch nicht ist. Es ist keine Beratung und kein gekauftes Rechtskataster, und es empfiehlt nicht, sich registrieren zu lassen. Es sagt an jeder Stelle, was die Verordnung verlangt, damit ein Haus selbst entscheiden kann. Das Arbeitsmaterial der dreißig Abschnitte steht hier auf der Plattform in bearbeitbarer Form zur Verfügung.
Formati disponibili
Le edizioni fisiche e digitali associate a questa scheda.
Contenuto / Contents
La struttura del volume così come presentata nell’edizione pubblicata.
- Vorwort.
- 1.1 EMAS als öffentliches System: eine Registrierung ist kein Zertifikat.
- 1.2 Von ISO 14001 zu EMAS: was hinzukommt.
- 1.3 Der Normstand: der Anhang II und die ISO 14001:2026.
- 1.4 Organisation und Standort: was eingetragen wird.
- 1.5 Ein Haus außerhalb der Union: die Schweiz und die Registrierung aus einem Drittland
- 1.6 Kontext und interessierte Parteien: das Haus in seiner Umgebung.
- 1.7 Rechtskonformität: das Versprechen, das eine Behörde gegenliest.
- 1.8 Umweltpolitik und Umweltleistung: verbessern, was gemessen wird.
- 1.9 Indirekte Umweltaspekte: Einkauf, Wäscherei, Anreise.
- 1.10 Umweltziele und Umweltprogramm: Mittel, Fristen, Verantwortliche
- 1.11 Das Referenzdokument für den Tourismus: Richtwerte ohne Pflicht.
- 1.12 Die Umwelterklärung: was das Haus öffentlich unterschreibt.
- 1.13 Logo und Umweltaussagen: was das Haus sagen darf
- 1.14 Aufwand, Förderung und Erleichterungen: die Rechnung der Eigentümerschaft
- 1.15 Die Entscheidung der Eigentümerschaft: ISO 14001, EMAS oder ein Umweltzeichen
- 2.1 Die erste Umweltprüfung: Bestandsaufnahme eines Hauses.
- 2.2 Das Rechtskataster eines Hotels: bindende Verpflichtungen ermitteln und bewerten
- 2.3 Umweltaspekte bewerten: Kriterien für die Bedeutung.
- 2.4 Energie: Kernindikator, Zähler und der Anteil der erneuerbaren Energien
- 2.5 Wasser und Abwasser: Zimmer, Küche, Wellness.
- 2.6 Abfall und Lebensmittelabfälle: Buffet, Küche, Getrenntsammlung.
- 2.7 Material, Einkauf und Chemikalien.
- 2.8 Emissionen und Kältemittel: Heizung, Kälte, Fuhrpark.
- 2.9 Flächenverbrauch und biologische Vielfalt: Garten, Parkplatz, Ufer.
- 2.10 Beteiligung, Kompetenz und Saisonkräfte.
- 2.11 Kommunikation und offener Dialog: Gäste, Nachbarn, Behörden.
- 2.12 Ablauflenkung und Dienstleister: Technik, Wäscherei, Pächter.
- 2.13 Notfallvorsorge: Heizöl, Chemikalien, Hochwasser.
- 2.14 Daten für die Umwelterklärung: Zähler, Bezugsgröße, drei Jahre.
- 2.15 Die Umwelterklärung aktualisieren und das Haus zur Begutachtung führen
- Nachwort.
- Quellen und Forschungsmethodik.
- Glossar.
- Analytischer Index.
- Über den Autor.
- Kontakt.
- Die Schriftenreihe.
- Die Online-Plattform..
- Danksagung.
Estratti / Extracts
Passaggi selezionati dal libro disponibili per la consultazione.
01 Vorwort Apri / Open
Ein Zertifikat hängt an einer Wand des Hauses. Eine Registrierung steht in einem Verzeichnis, das dem Haus nicht gehört. Das erste Haus, das dieser Band betritt, lernt den Unterschied aus einem Fragebogen. Ein Veranstalter in Hamburg fragt in Zeile neun nach der Registrierungsnummer und nach dem Ort, an dem die Umwelterklärung zu lesen ist. Das Haus in Berchtesgaden schickt sein Zertifikat nach ISO 14001. Die Einkäuferin bedankt sich und erklärt, wonach Zeile neun fragt: ob das Haus in einem öffentlichen Register stehe und wo seine Zahlen veröffentlicht seien. Es steht in keinem.
Dieser Band handelt von EMAS, dem Gemeinschaftssystem der Europäischen Union für Umweltmanagement und Umweltbetriebsprüfung. EMAS ist kein Zertifikat und keine Norm. Es ist ein öffentliches System, das auf einer Verordnung beruht. Zu ihm gehören ein Register, eine Umwelterklärung mit Zahlen, die ein Umweltgutachter validiert, der Nachweis der Rechtskonformität und die Pflicht zur kontinuierlichen Verbesserung der Umweltleistung. Der Band zeigt es an dreißig Fällen aus Hotels in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Wer die früheren Bände der Reihe kennt, findet dieselbe Bauart wieder. Wer mit diesem beginnt, braucht die anderen nicht.
Ein Zertifikat ist noch keine Rechenschaft
EMAS ist freiwillig. Manche Häuser im deutschsprachigen Raum führen ein Umweltmanagement nach ISO 14001, mit einem Zertifikat an der Rezeption, und andere führen gar keines. Die Frage dieses Bandes ist, was hinzukommt, wenn ein Haus öffentlich für seine Zahlen einsteht.
Das zweite Haus des Bandes gibt die Antwort. Es steht in Melk und ist seit fünf Jahren nach ISO 14001 zertifiziert. Sein Eigentümer hielt die Registrierung für «unser Zertifikat mit einem Logo dazu». Dann stellte ein Umweltgutachter zwei Fragen. Die erste galt dem Wasser je Übernachtung. Verbrauch und Übernachtungen lagen im Haus vor, und geteilt hatte sie nie jemand. Insgesamt war der Verbrauch gesunken, je Übernachtung war er um ein Zehntel gestiegen. Die zweite Frage galt dem Rechtskataster mit seinen dreiundzwanzig Häkchen. Zu einem davon gehörte ein Bescheid mit elf Auflagen, den die Beauftragte nie in der Hand gehabt hatte. Auf dem Tisch lagen eine Zahl, die im Haus niemand gekannt hatte, und ein Häkchen, das niemand belegen konnte.
Auch ISO 14001 verlangt die Verbesserung der Umweltleistung. Ein Zertifikat bestätigt die Konformität des Umweltmanagementsystems mit der Norm. EMAS ergänzt insbesondere die validierte, öffentlich zugängliche Umwelterklärung und die Registrierung. Es verlangt die Antwort in Zahlen, mit Belegen und öffentlich. Wer diese Antwort geben will, entscheidet über mehr als ein Papier: ob das schlechte Jahr gedruckt wird, ob eine abgelaufene Bewilligung der Behörde gemeldet wird, ob im Umweltprogramm ein Betrag steht. Diese Entscheidungen trifft keine Umweltmanagementbeauftragte, und darum beginnt dieses Buch am Tisch der Eigentümer.
Nicht jedes Haus muss sich dafür registrieren lassen. Dieser Band behauptet es an keiner Stelle, und er empfiehlt es auch nicht. Für ein Haus ohne Registrierung ist die Verordnung ein Denkgerüst: eine Kennzahl je Übernachtung, ein Rechtskataster mit Belegen, ein Programm mit Betrag und Datum. Mehrere Häuser dieses Bandes in der Schweiz arbeiten so, nach der Methode einer Gruppe. Weil sie keine Registrierung anstreben, validiert kein Umweltgutachter ihre Zahlen, und das sagt der Band jedes Mal. Für die Häuser, die eine Registrierung anstreben oder halten, ist die Verordnung der Maßstab, an dem sie begutachtet werden. Das Buch ist für beide geschrieben. Es sagt an jeder Stelle, was die Verordnung verlangt, was das Nutzerhandbuch der Kommission empfiehlt, was das Referenzdokument als Richtwert nennt, was nationales Recht ist und was nur eine Methode ist.
Woher dieses System kommt
EMAS wurde 1993 eingeführt. Es war zunächst für einzelne Standorte aus der Industrie und dem verarbeitenden Gewerbe vorgesehen. Mit der ersten Novellierung von 2001 wurde es für Organisationen mit mehreren Standorten geöffnet, weiterhin nur in den Mitgliedstaaten und im Europäischen Wirtschaftsraum. Die geltende Verordnung (EG) Nr. 1221/2009 vom 25. November 2009, oft EMAS III genannt, geht weiter: Teilnehmen können Organisationen innerhalb und außerhalb der Union. So fasst es der Leitfaden der Kommission von 2011 zusammen. Teilnehmen kann heute jede Organisation, öffentlich oder privat, und damit auch ein Hotel.
Vier Anhänge der Verordnung sind seither neu gefasst worden. Die Anhänge I bis III wurden 2017 neu gefasst und an die EN ISO 14001:2015 angepasst. Teil A des Anhangs II gibt seither die Anforderungen dieser Norm wieder, Teil B fügt hinzu, was EMAS darüber hinaus verlangt. Der Anhang IV über die Umweltberichterstattung wurde 2018 neu gefasst.
Um die Verordnung stehen zwei Texte der Kommission, die für ein Hotel zählen. Artikel 46 sieht branchenspezifische Referenzdokumente vor, mit bewährten Praktiken, Indikatoren und Leistungsrichtwerten; das für die Tourismusbranche stammt von 2016. Derselbe Artikel verlangt ein Nutzerhandbuch. Die geltende Fassung ist ein Beschluss vom November 2023 und nennt sich selbst nicht rechtsverbindlich. In Deutschland und Österreich gilt die Verordnung unmittelbar, begleitet vom Umweltauditgesetz und vom Umweltmanagementgesetz. In der Schweiz gilt sie nicht.
Der Rechtsstand dieses Bandes
Dieser Band gibt die Verordnung und das Recht zum Stand vom 5. Oktober 2026 wieder, ergänzt um die im Quellenapparat datierten redaktionellen Prüfungen vom 6. Oktober 2026. Die folgende Übersicht nennt die Texte, auf denen er steht, was sich vor diesem Stichtag bewegt hat oder sich gerade bewegt, und die Abschnitte, in denen es behandelt wird.
Rechtsstand am 5. Oktober 2026
| Was | Stand | Im Band | |
| EU | Verordnung (EG) Nr. 1221/2009, konsolidierte Fassung vom 12. Juli 2023 | geltend; zuletzt geändert durch die Verordnung (EU) 2023/1199 | ganzer Band |
| EU | Anhänge I bis III in der Fassung der Verordnung (EU) 2017/1505; Anhang IV in der Fassung der Verordnung (EU) 2018/2026 | geltend; Anhang II Teil A gibt die EN ISO 14001:2015 wieder | 1.3, 1.12, 2.14 |
| — | ISO 14001:2026 | vierte Ausgabe, veröffentlicht am 15. April 2026; Anpassung der Anhänge der Verordnung am Stichtag nicht gefunden | 1.3 |
| EU | Beschluss (EU) 2023/2463, Nutzerhandbuch | geltend; nicht rechtsverbindlich | ganzer Band |
| EU | Beschluss (EU) 2016/611, Referenzdokument für die Tourismusbranche | zu berücksichtigen; Richtwerte keine Pflicht; herangezogene Angaben am deutschen EUR-Lex-Text geprüft, 6. Oktober 2026 | 1.11; auch 1.9, 2.4 bis 2.7, 2.14 |
| EU | Beschluss 2011/832/EU, Leitfaden zur Registrierung von außerhalb der Union | im Nutzerhandbuch von 2023 genannt | 1.5, 2.7 |
| EU | Beschluss (EU) 2017/175, EU-Umweltzeichen für Beherbergungsbetriebe | Kriterien gültig bis 31. Dezember 2027 nach Beschluss (EU) 2024/3179; kein Teil von EMAS | 1.15 |
| EU | Richtlinie (EU) 2024/825, Änderung der Richtlinie über unlautere Geschäftspraktiken | Nationale Umsetzungsmaßnahmen seit 27. September 2026 anzuwenden; die Richtlinie ist kein unmittelbar geltender EMAS-Rechtsakt | 1.13 |
| EU | Verordnung (EU) 2024/573, fluorierte Treibhausgase | geltend; Artikel 5 (Dichtheitskontrollen) am 20. Oktober 2026 nachgeprüft, übriger Text nicht gelesen | 2.8 |
| D | Umweltauditgesetz | Register bei den Kammern; amtlicher Portaltext geprüft am 6. Oktober 2026; geändert durch Art. 6 des Gesetzes vom 13. Oktober 2026 (BGBl. 2026 I Nr. 304), in Kraft seit 21. Oktober 2026; Nachtrag in den Quellen | 1.1, 1.3, 1.4, 1.5, 1.7, 1.12, 1.13, 2.15 |
| A | Umweltmanagementgesetz | RIS-Fassung vom 6. Oktober 2026 für die angeführten EMAS-Regelungen geprüft; zuständige Stelle beim Bundesministerium, Prüfung durch das Umweltbundesamt | 1.1, 1.2, 1.4, 1.5, 1.7, 1.10, 1.12, 1.14, 2.2, 2.11, 2.15 |
| CH | Verordnung gilt nicht | Teilnahme nur über die Registrierung in einem Mitgliedstaat | 1.5, 2.3, 2.7, 2.12 |
| D A CH | Umweltrecht des Hauses: Wasser, Abfall, Chemikalien, Kältemittel, Bau, Naturschutz | in den Tabellen beim Titel genannt; Einzelheiten im geltenden Text | DACH-Tabellen der Abschnitte |
Wie jeder dieser Texte gelesen wurde, steht im Abschnitt über die Quellen. Mehrere Zeilen dieser Übersicht werden sich ändern, bevor viele Leser das Buch in Händen halten. Die wichtigste ist die dritte. Der Anhang II nennt eine Ausgabe der Norm, die zurückgezogen ist. Ob und wann die Kommission ihn an die neue Ausgabe anpasst, hat die Recherche zu diesem Band nicht gefunden. Der Band schreibt der Verordnung keinen Inhalt zu, den sie am Stichtag nicht trägt. Er trennt, was im Anhang steht, von dem, was in der neuen Ausgabe der Norm steht, und macht diese Trennung dort sichtbar, wo sie zählt.
Zur letzten Zeile gehört ein Wort der Offenheit. Das Umweltrecht der drei Länder außerhalb von EMAS nennt dieser Band zum größten Teil nur beim Titel, ohne Paragraf, Schwelle und Frist. Was ein Wasserrecht, ein Abfallrecht oder ein Baurecht im Einzelnen verlangt, liest das Haus im geltenden Text oder erfragt es bei der Behörde.
Die vorgesehenen Updates
Aus diesem Stand folgt ein redaktionelles Vorhaben. Für Änderungen der Anhänge oder der Verordnung ist ein datiertes, unterzeichnetes Update auf der Online-Plattform vorgesehen; angestrebt sind neunzig Tage nach der Änderung. Die tatsächliche Bereitstellung und der jeweils verfügbare Stand sind auf der Plattform zu prüfen. Es sagt, was sich Abschnitt für Abschnitt geändert hat und was ein registriertes Haus neu bearbeiten muss und was nicht. Es nennt den Zeitplan eines Übergangs, sobald einer veröffentlicht ist. Dasselbe gilt für jede Änderung des Rechts der drei Länder, die eine Zeile der Tabellen dieses Bandes überholt.
Vorgesehen ist ein frei zugängliches Update, auch ohne Anmeldung. Es soll dem Leser die Änderungen erschließen, ohne dass er dafür einen zweiten Band erwerben muss.
Dafür ist der Band gebaut. Jeder Abschnitt enthält eine feste Tabelle mit den Ankern im Recht der drei Länder, in Spalten für Deutschland, Österreich und die Schweiz. Eine Tabelle lässt sich online aktualisieren, ohne die Prosa anzutasten. Wo sich ein Paragraf, eine Zuständigkeit oder der Stand eines Textes verschiebt, ändert sich eine Zelle; das Argument des Abschnitts bleibt.
Für wen dieses Buch ist
Für die Eigentümerin, die in einem Fragebogen eine Zeile beantworten soll und merkt, dass ihr Zertifikat die Frage nicht trifft. Für den Direktor, der das schlechteste Jahr lieber nicht gedruckt sähe. Für die Assistentin, die für eine Umweltprüfung drei Monate bekommt und zwei Tage in der Woche. Für den technischen Leiter, der die Keller kennt und dafür keine Stunde bekommen hat. Für die Hausdame, die nach der Wäsche nie jemand gefragt hat. Für die Etagenkraft, die seit zwei Jahren weiß, warum eine Kennzahl steigt, und der auf der Etage nie jemand geantwortet hat. Für den Gärtner, den vor dem Bau des Parkplatzes nur jemand fragte, wo die Wasserleitung liegt. Für den Hauswart einer Fremdfirma, der eine Lüftung verstellt, weil ihm die Regel des Hauses nie übergeben wurde. Für die Empfangsleiterin, die das Umweltmanagement seit dem Herbst neben dem Empfang führt. Und für den Nachtportier, der den Hauptzähler um zwei und um vier Uhr abliest.
Drei Tatsachen über Hotels bestimmen alles in diesem Buch. Die erste: Verbrauch gehört in einem Hotel keiner Abteilung. Wasser, Energie und Abfall entstehen überall im Haus und werden an einer einzigen Stelle bezahlt, in der Buchhaltung. Der Zähler sitzt dort, wo abgerechnet wird, und nicht dort, wo ein Abteilungsleiter etwas ändern kann. Küche, Schwimmbad und Zimmer hängen hinter demselben Hauptzähler. Wer wissen will, woraus eine Zahl besteht, muss in den Keller gehen und den Menschen fragen, der ihn kennt.
Die zweite: Ein Hotel verkauft unter einem Dach Nächte, Mahlzeiten, Saaltage und Saunabesuche, und lückenlos gezählt wird nur die Übernachtung. An der Zahl, durch die geteilt wird, hängt, was eine Kennzahl sagt. In einem Haus dieses Bandes mit einem neuen Kongresssaal war der Energieverbrauch je Übernachtung um knapp neunundzwanzig Prozent gestiegen und je «Gästetag» um knapp zweiundfünfzig Prozent gesunken. Beide Zahlen waren richtig gerechnet, und keine beschrieb, was im Haus geschehen war.
Die dritte: Was das Haus verlässt, verschwindet aus seinen Zahlen und nicht aus der Welt. Die Wäsche wird achtzig Kilometer weiter gewaschen, das Restaurant ist verpachtet, die Technik betreut eine Fremdfirma, der Gast reist mit dem Auto an. Die Zähler des Hauses messen, was innerhalb der Mauern geschieht. Jede Arbeit, die ein Haus abgibt, verbessert deshalb seine Kennzahl, ob irgendwo ein Liter weniger fließt oder nicht.
Die Sache selbst fügt eine vierte hinzu. Unter diesem Band liegen Texte von verschiedenem Gewicht. Die Verordnung bindet das Haus, das registriert ist oder es werden will. Das Nutzerhandbuch der Kommission bindet nicht. Das Referenzdokument für den Tourismus ist zu berücksichtigen, und seine Richtwerte sind nicht zu erfüllen. Das nationale Umweltrecht bindet jedes Haus, ob registriert oder nicht. Ein guter Teil der Irrtümer in diesem Buch entsteht, wenn ein Haus diese Gewichte verwechselt. Der Eigentümer eines Thermalhotels sagte an einem Morgen beides: erst «Dann sind wir nicht konform», dann «Dann können wir es weglassen». Darum nennt jeder Abschnitt den Text, aus dem eine Aussage stammt.
Was dieses Buch ist, und was es nicht ist
Es ist ein Leitfaden aus der Praxis für den Weg eines Hotels zu EMAS und für die Führung eines Umweltmanagements, das seine Zahlen veröffentlicht. Es ist keine Beratung, es verkauft keine Vorlage, und es sagt Ihnen nicht, ob Ihr Haus registriert würde. Das beurteilen ein Umweltgutachter, der das Haus und seine Akten gesehen hat, und danach die zuständige Stelle. Das Buch empfiehlt keinen Umweltgutachter, keinen Berater und kein Zeichen, und es empfiehlt auch die Registrierung nicht. Diese Entscheidung trifft die Eigentümerschaft, und die Aufgabe des Buches ist, dass sie sie in Kenntnis der Sache trifft.
Es ist auch keine Rechtsberatung. Das Recht dreier Länder steht in diesem Band als Anker, in einer Tabelle, mit dem Stand, zu dem es gelesen wurde. Wo das Buch sagt, was verlangt ist, sagt es das als Anforderung und nennt Artikel oder Anhang. Wo es zu einer Methode rät, sagt es, dass es eine Methode ist und dass andere Methoden ebenso taugen. Diese Unterscheidung steht auf der Seite und nicht in einer Fußnote.
Über EMAS laufen sichere Behauptungen um. EMAS sei die ISO 14001 mit einem Logo dazu. Die Eintragung bestätige, dass ein Haus alle Vorschriften einhält. Wer die Richtwerte des Referenzdokuments nicht erreiche, werde nicht eingetragen. Wer registriert sei, dürfe das Logo überall verwenden, auch auf einem Produkt. Ein kleines Haus werde nur alle vier Jahre begutachtet. Ein Hotel müsse seinen Verbrauch durch die Übernachtungen teilen. Jede dieser Behauptungen wird in diesem Band am Text gemessen, und keine besteht so, wie sie umläuft.
Zu den Anforderungen der Norm kommen Teil B des Anhangs II, drei weitere Anhänge und die Begutachtung. Die zuständige Stelle muss überzeugt sein, dass kein Nachweis für einen Verstoß vorliegt, und das ist weniger als ein Zeugnis der Rechtstreue. Die Richtwerte sind zu berücksichtigen und nicht zu erfüllen. Das Logo darf nicht auf Produkte und Verpackungen. Längere Abstände gibt es nur auf Antrag und nur, wenn der Umweltgutachter drei Bedingungen bestätigt. Und die Übernachtung ist im Anhang IV eines von sechs Beispielen für die Zahl, durch die geteilt wird.
Dasselbe gilt in der Gegenrichtung. Wo das Buch etwas gesucht und nicht gefunden hat, schreibt es, dass es nicht gefunden wurde, und nicht, dass es das nicht gibt. Nicht gefunden hat die Recherche eine Anpassung der Anhänge an die ISO 14001:2026. Sie hat nicht ermittelt, wie viele Hotels registriert sind und ob ein Umweltgutachter mit einer Zulassung für die Schweiz und das Gastgewerbe verfügbar ist. Eine nationale Vorgabe für die Zahl, durch die ein Hotel teilt, hat sie in den gelesenen Teilen der beiden Gesetze nicht gefunden. Echtes Salz statt falscher Brühwürfel: Das ist der Grundsatz, an dem jede Aussage dieses Bandes gemessen ist.
Jeder Fall darin ist eine Zusammensetzung. Dreißig Abschnitte führen in achtundzwanzig Häuser an achtundzwanzig Orten, dreizehn in Deutschland, elf in Österreich und vier in der Schweiz. Eines davon, in Berchtesgaden, betritt der Band dreimal: am Anfang, am Ende des ersten Kapitels und am Ende des zweiten. Eingetragen ist es auch am Ende des Bandes nicht, denn darüber entscheidet nach dem Urteil des Umweltgutachters die zuständige Stelle. Keiner der Fälle ist der Bericht über die Geschichte eines wirklichen Hotels, jeder ist zusammengesetzt aus Mustern, die in Jahrzehnten internationaler Hotellerie immer wiederkehren. Die Beträge, die zu einem Fall gehören, sind Modellannahmen: In den Modellrechnungen steht es ausdrücklich, in den Erzählungen gilt es ebenso. Keiner ist ein Branchenwert.
Der Ort zählt in diesem Band auf zwei Weisen. Er ändert das Problem. In Heidelberg und in Meißen steht bei Hochwasser der Fluss im Keller. In Bad Hofgastein und in Bad Waltersdorf läuft Thermalwasser durch die Becken. In Pörtschach gehören hundertvierzig Meter Ufer zum Grundstück. Und er ändert das Recht und den Weg. In Deutschland führt eine Kammer das Register, und die Umweltbehörden können sich vor der Eintragung äußern. In Österreich geht der Antrag an das Bundesministerium, und das Umweltbundesamt prüft. In der Schweiz gilt die Verordnung nicht: Ein Haus dort kann nur über die zuständige Stelle eines Mitgliedstaats teilnehmen, der solche Eintragungen vorsieht. Wo ein Fall an einer solchen Grenze hängt, sagt es das Buch. …
02 2.7 Material, Einkauf und Chemikalien Apri / Open
| Leitfrage Könnten Sie heute sagen, wie viele Kilogramm Reinigungsmittel Ihr Haus im Jahr einkauft und wie viele Portionspackungen es beim Frühstück ausgibt? Und stünde in Ihrer Umwelterklärung beim Material «nicht relevant»: Womit würden Sie es begründen? |
Eröffnung
Am letzten Dienstag im Januar ging Giulia Bernasconi ins Untergeschoss, weil die Hausdame Marta Pedrini ein zweites Regal verlangt hatte. Bernasconi ist Direktorin eines Hotels in Bellinzona mit hundertzwölf Zimmern, zweihundertvierundzwanzig Betten und zweiundsechzig Mitarbeitern. Das Haus gehört einer Tessiner Familie und keiner Gruppe, und es zählte im Vorjahr 36.500 Übernachtungen. In Pedrinis Lager standen die Kanister in zwei Reihen auf dem Boden, weil auf dem Regal kein Platz mehr war.
Bernasconi hatte Daniel Keller mitgenommen, den Qualitätsleiter und Umweltmanagementbeauftragten, und Keller trug den Entwurf der ersten Umwelterklärung unter dem Arm. Das Haus bereitet eine Registrierung nach EMAS vor. Weil die Verordnung in der Schweiz nicht gilt, muss der Antrag an die zuständige Stelle eines Mitgliedstaats gehen, der Eintragungen aus Drittländern vorsieht (Abschnitt 1.5). Mit einem Umweltgutachter ist das Haus im Gespräch. Ob er eine Zulassung erhält, die auf die Schweiz lautet, ist offen.
Auf Seite neunzehn standen die Kernindikatoren. Fünf der sechs Bereiche hatten eine Tabelle mit drei Jahren. In der Zeile Material stand ein Satz: «Nicht relevant. Das Haus ist ein Dienstleistungsbetrieb und verarbeitet keine Rohstoffe.» Keller hatte ihn aus der Umwelterklärung eines Ingenieurbüros übernommen.
Bernasconi fragte, wie viele Produkte hier stünden. Pedrini zählte: vierzig, von fünf Lieferanten. Vierzehn waren für die Zimmer bestimmt, zwölf für Küche und Spülküche, acht für die Böden und sechs für die Technik. Vier der vierzig waren Sanitärreiniger für dieselbe Aufgabe. Siebzehn Etiketten trugen ein Gefahrenpiktogramm. Im Ordner in ihrem Büro lagen Sicherheitsdatenblätter für sechsundzwanzig Produkte.
Im Trockenlager nebenan standen die Kartons für das Frühstück: Butter, Konfitüre, Honig, Frischkäse und Kaffeerahm, jede Portion einzeln verpackt. An einem vollen Tag frühstücken zweihundertvierundzwanzig Gäste, im Jahresmittel sind es hundert. Bernasconi rief den Einkäufer Luca Ferrari an und fragte, wie viel von alledem das Haus im Jahr verbrauche. Ferrari nannte sofort zwei Beträge: 29.200 Franken für Reinigungsmittel und 30.660 Franken für Portionspackungen. In Kilogramm könne er es nicht sagen. Sein System kenne Artikel, Gebinde und Preise.
Ferrari brauchte zwei Arbeitstage. Am Donnerstag lag seine Liste vor, gerechnet aus den Bestellungen des Vorjahres und den Gebindegrößen. Das Haus hatte 2.555 Kilogramm Reinigungsmittel eingekauft, Liter als Kilogramm gezählt, also siebzig Gramm je Übernachtung. Dazu kamen 219.000 Portionspackungen, sechs auf jedes der 36.500 Frühstücke. Sie wogen 4.380 Kilogramm, ein Zehntel davon Folien, Becher und Deckel. Über die vier Warengruppen der Liste waren es gut 136 Tonnen Material, 3,73 Kilogramm je Übernachtung.
Bernasconi legte die Liste neben Seite neunzehn. Sie fragte Keller, womit er seinen Satz begründen würde, wenn ein Gutachter die Begründung lesen wolle. Keller sagte, ein Hotel stelle nichts her. Pedrini sagte, was in ihrem Lager stehe, laufe jeden Tag durch hundertzwölf Bäder in die Kanalisation. Bis zu diesem Donnerstag hätte Keller im Haus niemand widersprechen können.
| «Nicht relevant» ist in einer Umwelterklärung das Ergebnis einer Bewertung. In Bellinzona stand der Satz im Entwurf, bevor im Lager jemand gezählt hatte. |
Das Problem
Der erste Fehler ist, die Ausnahme vor der Bewertung zu schreiben. Die Verordnung erlaubt, einen Kernindikator wegzulassen, wenn die Organisation nach einer Bewertung der Auffassung ist, dass er für ihre bedeutenden Umweltaspekte und Umweltauswirkungen nicht relevant ist. Sie verlangt dann eine klare und begründete Erklärung. Kellers Satz beschreibt, was das Haus ist. Was durch das Haus hindurchgeht, hatte er nicht geprüft.
Der zweite Fehler steckt in Kellers Satz selbst: Er setzt Material mit Rohstoff gleich. Ein Hotel dieser Größe kauft jeden Tag Lebensmittel, Getränke, Reinigungsmittel, Papier und Artikel für das Bad. Es verarbeitet davon wenig und verwendet alles. Nach dem verwendeten Material fragt der Kernindikator.
Der dritte Fehler liegt in Ferraris System, und Ferrari hat ihn nicht gemacht. Die Warenwirtschaft führt 2.300 Artikel von einundsiebzig Lieferanten mit Stückzahl und Preis. Das Gewicht steht, wenn überhaupt, im Artikeltext: «Kanister 10 l», «Eimer 8 kg». Ein eigenes Feld gibt es nicht, weil bis zu diesem Januar niemand danach gefragt hatte. Ferrari wird an Franken gemessen.
Der vierte Fehler ist das Lager von Pedrini. Es ist gewachsen, weil immer nur etwas hinzukam. Ein Vertreter lässt ein Muster da, eine neue Kraft schwört auf das Produkt ihres früheren Hauses, der Küchenchef bestellt einen Grillreiniger nach. Jeder dieser Schritte war vernünftig, und keiner strich ein altes Produkt. Eine Liste der vierzig gab es nicht. Das Verzeichnis des Hauses war das Regal.
Der fünfte Fehler betrifft den Ordner. Pedrini hatte die Sicherheitsdatenblätter abgelegt, wie sie kamen. Für vierzehn Produkte lag keines vor, und bei den übrigen hatte niemand geprüft, ob das Blatt zur gelieferten Ware passte. In Kellers Verzeichnis der Umweltaspekte standen die vierzig Produkte in einer einzigen Zeile: «Reinigungsmittel, Bedeutung gering».
Der sechste Fehler geschieht auf der Etage, an jedem Morgen. Die Mitarbeiterinnen der Hausdame dosieren mit dem Schuss aus dem Kanister. Pedrini ließ in der Woche darauf auf einem Stockwerk nachmessen. Das Etikett des Bodenreinigers sieht zwanzig Milliliter auf einen Eimer von acht Litern vor. Gemessen wurden im Mittel fünfundvierzig. Niemand hatte den Frauen ein Maß gegeben, und wer unsicher ist, nimmt mehr.
Der siebte Fehler liegt drei Jahre zurück und bei Bernasconi selbst. Damals fehlten im Frühstücksservice zwei Kräfte, und sie ließ das Buffet auf Portionspackungen umstellen. Entschieden wurde über Personal, Hygiene und Preis. Dass damit 219.000 Verpackungen im Jahr durch das Haus gehen, stand in keiner Vorlage. Sie erscheinen heute im Abfall, und dort rechnet sie niemand dem Einkauf zu.
Unter allen sieben liegt eine strukturelle Tatsache. Energie und Wasser kommen durch eine Leitung, und an der Leitung hängt ein Zähler. Material kommt an der Rampe an, bestellt von vier Abteilungen und gebucht in Franken auf Kostenstellen. Es verlässt das Haus durch den Abfluss, durch die Tonne und mit dem Gast. Jede Abteilung kennt ihr Budget, und keine kennt das Gewicht ihrer Bestellungen. Ein Haus, das seine Umweltleistung von den Zählern her aufbaut, findet beim Material nichts vor und hält die Lücke für einen Befund.
Tabelle 1 — Was der Entwurf sagt und was die Bestellungen zeigen
| Warengruppe | Bestellungen des Vorjahres | Je Übernachtung |
| Lebensmittel und Getränke | 127.750 kg; darin 219.000 Portionspackungen mit 4.380 kg | 3,5 kg |
| Reinigungsmittel, 40 Produkte | 2.555 kg, Liter als Kilogramm gezählt | 70 g |
| Papier, Hygienepapier, Drucksachen | 4.745 kg | 130 g |
| Artikel für das Bad der Gäste | 1.095 kg | 30 g |
| Summe der vier Gruppen | 136.145 kg | 3,73 kg |
| Zeile Material im Entwurf | «nicht relevant» | keine Zahl |
Das Prinzip
Für das Material ist das Bestellsystem der Zähler des Hauses. Die Arbeitsweise, die daraus folgt, ist Methode dieses Buches. Die Verordnung schreibt keinen Weg vor. Der Einkauf liest die Bestellungen eines Jahres aus, ergänzt das Gewicht und summiert nach Warengruppen. Dann wählt das Haus aus, über welche Materialien es berichtet, und teilt durch die Übernachtungen. Bestellt ist nicht verbraucht: Schwankt der Lagerbestand merklich, gehört die Inventur in die Rechnung.
Das Gewicht ist die eigentliche Arbeit. Es steht im Artikeltext oder im Produktdatenblatt des Lieferanten, sonst zeigt es die Waage an der Rampe. Ferrari wog nicht 2.300 Artikel. Er ordnete sie nach der bestellten Menge und begann oben. In Bellinzona trugen 310 Artikel neun Zehntel der Masse. Den Rest schätzte er je Warengruppe und schrieb dazu, dass es eine Schätzung ist. Ein Feld «Kilogramm je Einheit» im Artikelstamm erspart dieselbe Arbeit im nächsten Jahr.
Welche Materialien Schlüsselmaterialien sind, lässt die Verordnung offen. Dieses Buch schlägt drei Fragen vor. Gehört das Material zu den größten Massenströmen des Hauses? Hat es gefährliche Eigenschaften, gleich in welcher Menge? Hängt an ihm ein bedeutender Umweltaspekt, den das Haus mit dem Einkauf verändern kann? In Bellinzona führt die erste Frage zu den Lebensmitteln und Getränken mit vierundneunzig Prozent der Masse. Die zweite führt zu den Reinigungsmitteln, die keine zwei Prozent der Masse ausmachen, die dritte zu den Portionspackungen, zum Papier und zu den Artikeln im Bad.
Für die Reinigungsmittel genügt die Jahresmenge nicht. Das Haus führt ein Verzeichnis mit einer Zeile je Produkt: Aufgabe, Lieferant, Jahresmenge, Kennzeichnung, Sicherheitsdatenblatt mit Datum, Dosierung, Lagerort. An dieser Liste zeigt sich, was im Regal niemand sieht: vier Produkte für dieselbe Aufgabe. Die Regel dieses Buches lautet: ein Produkt je Aufgabe. Jedes gestrichene Produkt ist ein Datenblatt, eine Dosierung und eine Unterweisung weniger. Dieselbe Liste braucht die Notfallvorsorge (Abschnitt 2.13).
Der Verbrauch entsteht bei der Dosierung. Eine Dosierstation gibt die Dosis vor, auch der Aushilfe an ihrem ersten Tag (Abschnitt 2.10). Was die Kilogramm danach beweisen, ist begrenzt. Ein Konzentrat wiegt weniger als das verdünnte Produkt und belastet das Abwasser deshalb nicht weniger. Was ein Produkt enthält, sagt das Sicherheitsdatenblatt. Ein Umweltzeichen nach ISO Typ I zeigt, dass es festgelegten Kriterien genügt. Neben dem Gewicht führt das Haus deshalb den Anteil der eingekauften Menge mit einem solchen Zeichen.
Bei den Portionspackungen stehen zwei Größen gegeneinander. Offene Ware spart Verpackung. Sie kann am Buffet mehr Reste hinterlassen (Abschnitt 2.6), und sie kostet Arbeit beim Füllen und Spülen. Entschieden wird je Artikel und nach einem Versuch, in dem das Haus beides wiegt: die Verpackung und die Reste.
Was müsste ein Haus belegen, das «nicht relevant» schreibt? Es müsste seine Materialien gezählt und nach den eigenen Kriterien bewertet haben (Abschnitt 2.3). Es müsste zeigen, dass weder ihre Masse noch ihre Gefährlichkeit noch der Abfall, der aus ihnen wird, zu einem bedeutenden Umweltaspekt beitragen. Ob die Begründung trägt, prüft der Umweltgutachter. Für die Direktion folgt daraus eine Verteilung der Arbeit: Der Einkauf liefert die Kilogramm, Hausdame und Küchenchef führen das Verzeichnis, der Umweltmanagementbeauftragte rechnet und begründet. Der Eigentümerschaft bleibt die Entscheidung, welches Frühstück der Gast vorfindet.
Tabelle 2 — Fünf Schritte vom Bestellsystem zum Kernindikator
| Schritt | Wer und womit | Ergebnis |
| Bestellungen von zwölf Monaten auslesen | Einkäufer; Warenwirtschaft | alle Artikel mit Stückzahl und Lieferant |
| Gewicht je Einheit ergänzen | Einkäufer; Artikeltext, Produktdatenblatt, Waage | Kilogramm je Artikel; Schätzungen gekennzeichnet |
| Nach Warengruppen summieren | Umweltmanagementbeauftragter | Massenströme, der größte zuerst |
| Schlüsselmaterialien auswählen | Umweltmanagementbeauftragter mit Hausdame und Küchenchef | Auswahl mit Begründung; Zahl A je Material |
| Durch die Übernachtungen teilen | Umweltmanagementbeauftragter | Zahl R, drei Jahre, soweit Daten vorliegen |
| Für das Material hat ein Hotel keinen Zähler. Es hat Bestellungen, und die rechnen in Franken, bis jemand das Gewicht dazuschreibt. |
Was die Verordnung sagt
Dieser Abschnitt stützt sich auf den Anhang IV der Verordnung (EG) Nr. 1221/2009, Teil C, auf die Nummern 4, 4.1 und 4.2 ihres Anhangs I und auf den Anhang II Teil A Nummer A.8.1, in der konsolidierten Fassung vom 12. Juli 2023. Was folgt, ist das, was die Verordnung verlangt, in den eigenen Worten dieses Buches.
Nach Teil C Nummer 1 berichtet die Organisation in der Umwelterklärung und in der aktualisierten Umwelterklärung über ihre bedeutenden direkten und indirekten Umweltaspekte, mit Kernindikatoren und spezifischen Indikatoren. Die Indikatoren müssen die Umweltleistung unverfälscht darstellen und den Vergleich von Jahr zu Jahr erlauben, über mindestens drei Jahre, soweit die Daten vorliegen. Zu jedem Indikator definiert die Organisation kurz den Anwendungsbereich: die organisatorischen und materiellen Grenzen, die Anwendbarkeit und das Berechnungsverfahren.
Nummer 2 nennt sechs Schlüsselbereiche: Energie, Material, Wasser, Abfall, Flächenverbrauch in Bezug auf die biologische Vielfalt und Emissionen. Die Berichterstattung über die Kernindikatoren ist nach dem Wortlaut obligatorisch. Der Text lässt eine Ausnahme zu, und sie ist enger, als Kellers Satz annimmt. Die Organisation kann die Relevanz der Indikatoren im Rahmen ihrer bedeutenden Umweltaspekte und Umweltauswirkungen bewerten. Ist sie der Auffassung, dass ein Kernindikator oder mehrere dafür nicht relevant sind, muss sie dazu keine Informationen übermitteln. Dann muss die Umwelterklärung eine klare und begründete Erklärung enthalten. Die Stelle unterscheidet nicht zwischen direkten und indirekten Aspekten, und die Art des Betriebs nennt sie nicht als Grund.
Jeder Kernindikator besteht aus drei Zahlen: A für die gesamten jährlichen Inputs oder Outputs, B für einen jährlichen Referenzwert der Tätigkeit, R für das Verhältnis von A zu B. Alle drei sind anzugeben. Beim Material ist die Zahl A der jährliche Massenstrom der verwendeten Schlüsselmaterialien, ausgenommen Energieträger und Wasser. Das deutsche Nutzerhandbuch spricht von «relevanten Materialien». Dieses Buch bleibt beim Wort der Verordnung. Anzugeben ist vorzugsweise nach Gewicht oder Volumen oder in anderen branchenüblichen Einheiten. Verschiedene Arten von Materialien sollen in geeigneter Weise getrennt angegeben werden. Unter den Beispielen für die Zahl B nennt der Anhang die Übernachtungen (Abschnitte 1.8 und 2.14).
Dass der Einkauf in das System gehört, hat der Abschnitt 1.9 an den Nummern 4 und 4.2 des Anhangs I gezeigt. Für das Lager kommt die Nummer 4.1 hinzu. Unter den direkten Aspekten nennt sie die Nutzung von Rohstoffen und von Zusatz- und Hilfsstoffen. Bei der Erfassung soll auch das Risiko von Umweltunfällen berücksichtigt werden, mit dem Beispiel des Chemieunfalls. Nach Anhang II Nummer A.8.1 legt die Organisation betriebliche Kriterien für ihre Prozesse fest und steuert sie danach. Ihre Umweltanforderungen an die Beschaffung bestimmt sie, soweit angemessen, und die wesentlichen teilt sie den externen Anbietern mit.
Tabelle 3 — Behauptung und Befund
| Behauptung | In der Verordnung? | Klarstellung |
| Ein Dienstleistungsbetrieb darf den Kernindikator Material weglassen. | So nicht | Die Berichterstattung ist obligatorisch. Wer nach einer Bewertung der Auffassung ist, dass der Indikator für seine bedeutenden Umweltaspekte und Umweltauswirkungen nicht relevant ist, muss dazu keine Informationen übermitteln. Er begründet das klar in der Umwelterklärung (Anhang IV C.2 Buchst. a). |
| Der Kernindikator misst die Materialeffizienz. | So nicht | Die Zahl A ist der jährliche Massenstrom der verwendeten Schlüsselmaterialien, ausgenommen Energieträger und Wasser. Das Verhältnis R kommt hinzu (C.2 Buchst. b und c). |
| Die Verordnung legt fest, über welche Materialien ein Hotel berichtet. | Nein | Sie verlangt die Schlüsselmaterialien und bestimmt sie nicht. Die Organisation definiert den Anwendungsbereich jedes Indikators (C.1). |
| Die Verordnung verlangt ein Chemikalienverzeichnis mit Sicherheitsdatenblättern. | Nein | Sie nennt keines von beiden. Verlangt sind die Ermittlung der Aspekte (Anhang I Nr. 4 und 4.1) und betriebliche Kriterien (Anhang II A.8.1). |
| Der Referenzwert eines Hotels ist die Übernachtung. | Zum Teil | Die Übernachtungen stehen unter den Beispielen. Die Zahl B bestimmt die Organisation nach fünf Kriterien (C.2 Buchst. d). |
| Das Haus muss Umweltanforderungen an seinen Einkauf bestimmen. | Ja | Soweit angemessen, und die wesentlichen teilt es den externen Anbietern mit (Anhang II A.8.1). |
Die zweite Zeile ist mehr als eine Frage des Namens. Das deutsche Nutzerhandbuch überschreibt den Bereich mit «Materialeffizienz», der geltende Anhang mit «Material». Das Wort Effizienz legt eine Kennzahl nahe, die mit klügerem Wirtschaften besser wird. Verlangt ist zuerst eine Menge. …
Materiali e download
Checklist, modelli, supplementi e file di lavoro collegati al volume.
Abschnitt 1.1 EMAS als öffentliches System — Arbeitsmaterial
Die Frage nach dem Register beantworten: eine fremde Umwelterklärung neben dem eigenen Zertifikat.
Abschnitt 1.2 Von ISO 14001 zu EMAS — Arbeitsmaterial
Die Lücke zwischen Zertifikat und Registrierung vermessen: Teil B des Anhangs II und der Beleg zu jedem Häkchen.
Abschnitt 1.3 Der Normstand — Arbeitsmaterial
Den Normstand klären: die Tabelle vom Anhang II her, Zeile für Zeile.
Abschnitt 1.4 Organisation und Standort — Arbeitsmaterial
Organisation und Standorte festlegen: alle Orte, auch die ohne Gäste, mit ihren Zählern.
Abschnitt 1.5 Ein Haus außerhalb der Union — Arbeitsmaterial
Ein Haus außerhalb der Union einordnen: die Fragen an zuständige Stelle und Zulassungsstelle.
Abschnitt 1.6 Kontext und interessierte Parteien — Arbeitsmaterial
Den Kontext beschreiben: der Ort, die Ordner, und je interessierter Partei eine Zeile.
Abschnitt 1.7 Rechtskonformität — Arbeitsmaterial
Die eigene Rechtslage kennen, bevor ein Dritter fragt: jeder Bescheid gelesen, jede Frist mit einem Namen.
Abschnitt 1.8 Umweltpolitik und Umweltleistung — Arbeitsmaterial
Die Umweltleistung zur Sache der Eigentümerschaft machen: der Abstand jeder Kennzahl zum Ausgangsjahr.
Abschnitt 1.9 Indirekte Umweltaspekte — Arbeitsmaterial
Die indirekten Umweltaspekte in das Verzeichnis bringen: was eingespart und was nur verlagert wurde
Abschnitt 1.10 Umweltziele und Umweltprogramm — Arbeitsmaterial
Das Umweltprogramm prüfbar machen: je Maßnahme ein Betrag, ein Datum, ein Name.
Abschnitt 1.11 Das Referenzdokument für den Tourismus — Arbeitsmaterial
Das Referenzdokument berücksichtigen: die Praktiken ordnen und die eigenen Zahlen danebenstellen.
Abschnitt 1.12 Die Umwelterklärung — Arbeitsmaterial
Die Umwelterklärung eines schlechten Jahres freigeben: die Regel vor dem Ergebnis, das Vorwort zuletzt.
Abschnitt 1.13 Logo und Umweltaussagen — Arbeitsmaterial
Logo und Umweltaussagen ordnen: jede Stelle des Logos, jede Aussage mit ihrer Quelle.
Abschnitt 1.14 Aufwand, Förderung und Erleichterungen — Arbeitsmaterial
Die Rechnung der Registrierung aufstellen, mit den Erleichterungen, die einen Antrag verlangen.
Abschnitt 1.15 Die Entscheidung der Eigentümerschaft — Arbeitsmaterial
Zwischen Zertifikat, Registrierung und Umweltzeichen wählen: zuerst die Frage, dann die Preise.
Abschnitt 2.1 Die erste Umweltprüfung — Arbeitsmaterial
Die erste Umweltprüfung als Projekt organisieren: jeder Zähler einer Tätigkeit zugeordnet.
Abschnitt 2.2 Das Rechtskataster eines Hotels — Arbeitsmaterial
Das Rechtskataster aus den eigenen Papieren aufbauen: je Auflage eine Zeile, mit Nachweis und Namen.
Abschnitt 2.3 Umweltaspekte bewerten — Arbeitsmaterial
Die Umweltaspekte bewerten: Kriterien, Schwellen und Rechenregel auf einem Blatt.
Abschnitt 2.4 Energie — Arbeitsmaterial
Den Kernindikator Energie aufbauen: das Zählerverzeichnis, Erzeugung und Bezug getrennt.
Abschnitt 2.5 Wasser und Abwasser — Arbeitsmaterial
Die Wasserbilanz aufstellen: die Ablesung in der Nacht und die Wege des Abwassers.
Abschnitt 2.6 Abfall und Lebensmittelabfälle — Arbeitsmaterial
Vom Behälter zum Gewicht kommen: zwei Wiegewochen und vier Eimer für die Lebensmittelabfälle.
Abschnitt 2.7 Material, Einkauf und Chemikalien — Arbeitsmaterial
Den Kernindikator Material aus den Bestellungen aufbauen, dazu das Verzeichnis der Reinigungsmittel.
Abschnitt 2.8 Emissionen und Kältemittel — Arbeitsmaterial
Die Treibhausgasbilanz aufbauen: jede Kälteanlage mit Kältemittel, Füllmenge und Logbuch.
Abschnitt 2.9 Flächenverbrauch und biologische Vielfalt — Arbeitsmaterial
Die Flächen erfassen und fortschreiben: der Plan im Maßstab und der Gang mit dem Gärtner.
Abschnitt 2.10 Beteiligung, Kompetenz und Saisonkräfte — Arbeitsmaterial
Saisonkräfte einweisen und beteiligen: die Karte am Arbeitsplatz und die Antwort auf jeden Vorschlag.
Abschnitt 2.11 Kommunikation und offener Dialog — Arbeitsmaterial
Den Weg einer Mitteilung von außen einrichten: eine einzige Liste, ohne Pflichtfeld Zimmernummer.
Abschnitt 2.12 Ablauflenkung und Dienstleister — Arbeitsmaterial
Die Regeln des Hauses zu den Dienstleistern bringen: die Liste von der Arbeit her.
Abschnitt 2.13 Notfallvorsorge — Arbeitsmaterial
Die Notfallvorsorge für die Umwelt aufbauen: je Ereignis ein Blatt, geplant für die schwächste Besetzung.
Abschnitt 2.14 Daten für die Umwelterklärung — Arbeitsmaterial
Die Daten der Umwelterklärung belegen: je Zahl ein Datenblatt, und die Probe auf den Nenner.
Abschnitt 2.15 Die Umwelterklärung aktualisieren und das Haus zur Begutachtung führen — Arbeitsmaterial
Die Wochen vor der ersten Begutachtung ordnen: Bericht und Entwurf nebeneinander.
Ganzer Band Prüf-Checklisten der dreißig Abschnitte
Alle 240 Fragen in der Reihenfolge des Buches, mit Antwortliste, Nachweisspalte und Auswertung je Abschnitt.
Ganzer Band Modellrechnungen der dreißig Abschnitte
Je Abschnitt ein Blatt: die Annahmen des Buches neben einer Spalte für die eigenen Zahlen des Hauses.
Ganzer Band DACH-Anker — laufende Fassung
Alle Angaben der Tabellen 5 nach Abschnitt und Land, Stand 5. Oktober 2026, mit Spalten für geltende Angabe, Datum und Quelle.
Ganzer Band Rechtsstand von Verordnung und Recht — laufende Fassung
Die Übersicht des Vorworts (Stand 5. Oktober 2026) mit Spalten für den aktuellen Stand; erster Eintrag: Änderung des Umweltauditgesetzes, in Kraft seit 21. Oktober 2026.
Immagini e tavole HD
Apri e proietta le foto direttamente dal sito, a schermo intero, oppure scarica gli originali.
1.1 — EMAS als öffentliches System: eine Registrierung ist kein Zertifikat
Das Büro der Eigentümerin eines Ferienhotels, mit heller Holzvertäfelung. Die Eigentümerin in grüner Wolljacke sitzt am Schreibtisch, eine Hand an einem einzelnen Blatt mit schmalem Rahmen. Daneben liegt ein dickes Heft aufgeschlagen, und die technische Leiterin in grauer Arbeitsjacke zeigt darin auf ein Kästchen. Hinter beiden steht der Direktor im dunklen Anzug mit einem Blatt voller Zeilen.
Die Karte zeigt den Nachmittag, an dem die technische Leiterin zwei Papiere nebeneinanderlegte. Ein Veranstalter hatte in Zeile neun seines Fragebogens nach der Registrierungsnummer und dem Ort der Umwelterklärung gefragt. Der Direktor hatte eine Kopie des Zertifikats geschickt: das einzelne Blatt. Das Heft ist die Umwelterklärung eines anderen Hotels, sechsunddreißig Seiten, mit dem Energieverbrauch je Übernachtung für drei Jahre.
Die Täfelchen geben oben den Schriftwechsel wieder: Der Kunde fragte nach dem Register, Das Haus schickte sein Zertifikat. Das untere Paar nennt den Unterschied. Das Zertifikat hängt im Haus, gerahmt an der Rezeption. Das Register gehört dem Haus nicht: Über den Eintrag entscheidet eine vom Staat benannte Stelle, und jeder kann ihn einsehen.
Die Karte sagt nicht, dass der Direktor täuschen wollte. Er antwortete, wie er solche Zeilen seit vier Jahren beantwortet. Sie sagt auch nicht, dass ein registriertes Haus wenig verbraucht: In der fremden Erklärung war das mittlere Jahr schlechter als das erste. Die Eigentümerin schrieb dem Kunden selbst, das Haus stehe in keinem Register
1.2 — Von ISO 14001 zu EMAS: was hinzukommt
Das kleine Büro hinter der Rezeption eines Stadthotels, an der Wand ein Brett mit Zimmerschlüsseln. In der Mitte sitzt der Umweltgutachter in brauner Tweedjacke und schreibt auf ein Blatt mit Zeilen. Neben ihm sieht die Umweltmanagementbeauftragte in Weste und weißer Bluse zu, eine Hand auf einem offenen Ordner. Links hält die Direktorin im grauen Blazer ein Blatt mit Spalten. Dahinter steht der Eigentümer in der Lodenjacke.
Die Karte zeigt den Dienstag im März, an dem aus vier Zeilen acht wurden. Die Beauftragte hatte aufgeschrieben, was dem Haus fehle, und mit vier Dokumenten gerechnet. Der Umweltgutachter schrieb vier weitere Zeilen darunter. Dann fragte er nach dem Wasser je Übernachtung. Die Rechnungen lagen im Ordner, die Übernachtungen an der Rezeption. Geteilt hatte sie nie jemand: zweihundertzwanzig Liter im Vorjahr, zweihundert im Jahr davor.
Die Täfelchen sagen oben, was der Eigentümer erwartete und was auf dem Tisch lag. Erwartet war eine Liste von Papieren. Es fehlten Zahlen und Belege: eine Zahl, die niemand kannte, und ein Häkchen im Rechtskataster, das niemand belegen konnte. Das untere Paar nennt den Unterschied. Beide verlangen die Verbesserung der Umweltleistung. EMAS ergänzt die öffentliche, validierte Rechenschaft darüber.
Die Karte sagt nicht, dass die Beauftragte schlecht gearbeitet hat. Ihre vier Zeilen stimmten, und der Auditor hatte nichts beanstandet. Den Bescheid mit seinen elf Auflagen hatte sie nie in der Hand gehabt: Er lag im Büro des Eigentümers. Ob zweihundertzwanzig Liter wenig sind oder viel, sagt die Verordnung nicht.
1.3 — Der Normstand: der Anhang II und die ISO 14001:2026
Das Büro des technischen Leiters im Keller eines Hotels. An der Wand hängt eine lange Tabelle. In den meisten Zeilen ist das rechte Feld grün, in einer Gruppe am unteren Ende weiß. Der technische Leiter in dunkelblauer Arbeitsjacke hält einen Ausdruck und zeigt mit dem Bleistift auf die weißen Felder. Die Eigentümerin in Strickjacke und Seidentuch sieht hin. Dahinter hält der Direktor im dunklen Anzug das Handbuch unter dem Arm.
Die Karte zeigt die Tabelle, die es im Haus nicht gab. Das Handbuch des Hauses war auf die ISO 14001:2026 umgestellt. Der Anhang II der Verordnung gibt die Anforderungen der Ausgabe 2015 wieder. Der technische Leiter baute die Zuordnung vom Anhang her, in drei Arbeitstagen: neununddreißig Zeilen, zweiunddreißig für Teil A und sieben für Teil B. In Teil A fand er zu jeder Zeile eine Stelle im Haus. In Teil B blieben fünf von sieben leer.
Die Täfelchen nennen oben die zwei Texte, die auseinanderliefen. Das Handbuch folgte der neuen Ausgabe, Der Anhang nennt die ältere. Das untere Paar ist die Auskunft der Umweltgutachterin und ihre Folge. Begutachtet wird nach dem Anhang, gleich welche Nummern das Handbuch trägt. Auf die leeren Zeilen kommt es an.
Die Karte sagt nicht, dass die Umstellung ein Fehler war oder dass ein System nach der neuen Ausgabe den Anhang verfehlt. Das Handbuch blieb, wie es ist. Die leeren Zeilen lagen in Teil B, den der Anhang zur Norm hinzufügt, und hatten mit der Jahreszahl nichts zu tun. Ob die gefundenen Stellen tragen, wird die Begutachtung zeigen.
1.4 — Organisation und Standort: was eingetragen wird
Die Halle einer Wäscherei: eine Reihe großer Waschmaschinen, Wagen mit weißen Laken und Handtüchern. An einem Rohr an der Wand sitzt ein Wasserzähler aus Messing. Daneben hält der Leiter der Wäscherei im weißen Kittel ein Heft aufgeschlagen und zeigt hinein. Die Tochter des Eigentümers, die die Häuser der Familie führt, schreibt auf ein Klemmbrett. Hinter ihr steht der Eigentümer in grauer Lodenjacke, eine Hand am Wäschewagen.
Die Karte zeigt die vierte Zeile. Die Liste für den Umweltgutachter hatte drei: das Stammhaus, das Aparthotel und das Berghotel. Die Wäscherei im Gewerbegebiet gehört derselben Gesellschaft. Ihr Leiter liest den Zähler jeden Montag ab und schreibt den Stand in ein Heft: achttausend Kubikmeter im letzten Jahr, bei 8.120 für die drei Häuser. Das Stammhaus kam auf hundertdreißig Liter je Übernachtung. Mit seiner Wäsche sind es zweihundertdreißig.
Die Täfelchen sagen oben, was auf der ersten Liste stand. Auf der Liste standen die Häuser, also die Orte, an denen Gäste schlafen. Die Wäscherei stand nicht darauf. Das untere Paar ist das Prinzip. Der Eintrag bestimmt, was die Zahl sagt, und Gewaschen wird auch ohne Eintrag.
Die Karte sagt nicht, dass die Familie die Wäscherei versteckt hat. Die Tochter hatte aufgeschrieben, was im Betrieb «Haus» heißt, und die hundertdreißig Liter waren gemessen und richtig. Die Karte sagt auch nicht, dass alle Betriebe eingetragen werden müssen. Verlangt ist, dass feststeht, was eingetragen ist. Die Familie wählte eine Nummer für alle vier Standorte.
1.5 — Ein Haus außerhalb der Union: die Schweiz und die Registrierung aus einem Drittland
Das Büro der Direktorin eines Stadthotels. Links steht ein offener Karton voller Prospekte. Einer liegt aufgeschlagen auf dem Tisch: drei Fotos von Hotelzimmern, neben jedem ein leeres weißes Feld. Der Eigentümer der Gruppe im dunkelblauen Sakko legt den Finger darauf. Hinter ihm steht die Umweltmanagementbeauftragte der Gruppe mit einem Blatt. Rechts sitzt die Direktorin in dunkelroter Jacke, die Hand auf einem offenen Ordner.
Die Karte zeigt die zweite Märzwoche. Zwei Häuser der Gruppe am deutschen Ufer sind registriert, das dritte steht in der Schweiz. Viertausend Prospekte waren gedruckt, mit dem Logo bei allen drei Häusern: Das weiße Feld steht an seiner Stelle. Die Direktorin holte den Ordner mit den Bewilligungen aus dem Schrank und fragte, wer das lese, wenn der Gutachter komme, und nach welchem Recht. Dessen Zulassung gilt nicht für die Schweiz.
Die Täfelchen sagen oben, was nicht zusammenpasste. Das Logo war für alle Häuser gedruckt, Im Register standen nicht alle: zwei Standorte, eine Nummer. Das untere Paar ist das Prinzip. Die Registrierung hängt am Standort, nicht an der Marke. Geprüft wird das Recht des Ortes, in Kreuzlingen also Schweizer Recht.
Die Karte sagt nicht, dass das Schweizer Haus schlechter geführt ist. Die Direktorin nannte keine offene Auflage und keine Beanstandung seit der letzten Kontrolle. Die Karte sagt auch nicht, dass ein Haus außerhalb der Union ausgeschlossen ist. Der Weg hängt an einem Gutachter, der für das Land zugelassen ist. Die Prospekte gingen ins Altpapier.
1.6 — Kontext und interessierte Parteien: das Haus in seiner Umgebung
Das Arbeitszimmer des Eigentümers in einem Altstadthotel, mit dunklen Balken. Auf dem Schreibtisch liegt ein dünner Entwurf. Daneben stehen drei dicke Ordner, grau, blau und braun. Der Eigentümer im dunklen Anzug mit Weste steht und legt eine Hand darauf. Links sitzt der technische Leiter in dunkler Arbeitsjacke, eine Hand auf dem Entwurf. Rechts hält die Direktorin im Blazer einen Brief aus einem aufgeschlagenen Ordner.
Die Karte zeigt den Dienstag im März, an dem der Eigentümer drei Ordner neben zwölf Seiten schob. Der Entwurf der Umweltprüfung enthielt Strom, Gas, Wasser und Abfall für drei Jahre. In den Ordnern lagen die Schadensakte des Hochwassers, das vierzig Zentimeter hoch im Keller stand, elf Briefe einer Nachbarin über Lieferwagen um fünf Uhr morgens und die Antwort der Denkmalbehörde zum Süddach. Keiner der drei stand im Büro des Mannes, der den Entwurf schrieb.
Die Täfelchen sagen oben, was die zwölf Seiten enthielten und was nicht. Der Entwurf zählte die Verbräuche. Fluss, Gasse und Dach kamen nicht vor. Das untere Paar ist die Arbeitsteilung, die daraus folgt. Die Zähler liest der Beauftragte ab. Den Ort beschreibt, wer ihn kennt.
Die Karte sagt nicht, dass der technische Leiter schlecht gearbeitet hat. Sein Entwurf war sauber und wurde nicht umgeschrieben: Ihm wurden vier Seiten vorangestellt. Beim Hochwasser war er nicht dabei, die Bauakte hatte er nie gesehen. Die Karte sagt auch nicht, dass die Nachbarin ein Veto bekommt. Eine Erwartung abzulehnen ist zulässig.
1.7 — Rechtskonformität: das Versprechen, das eine Behörde gegenliest
Das Büro des Direktors in einem Kurhotel. Hinter dem Schreibtisch steht ein hoher Holzschrank mit weit geöffneten Türen, voller Ordner und Mappen. Der Haustechniker in grauer Arbeitsjacke hält eine abgegriffene Mappe aus Karton aufgeschlagen. Die Eigentümerin im dunklen Blazer legt den Finger auf das oberste Blatt und sieht den Direktor an. Der Direktor, in Anzug und Krawatte, hebt die offene Hand. Auf dem Tisch liegt eine Liste.
Die Karte zeigt den Fund, sechs Wochen vor der ersten Begutachtung. In der Mappe lag die wasserrechtliche Bewilligung für den Brunnen des Hauses. Sie war zuletzt auf sechzehn Jahre erteilt und vor zwei Jahren abgelaufen. Die letzte Meldung an die Behörde war fünf Jahre alt. Der Direktor schlug vor zu schweigen und die Sache nach der Begutachtung zu ordnen. Die Eigentümerin fragte, wer außer dem Haus diesen Bescheid habe.
Die Täfelchen erzählen den Fund in zwei Sätzen. Der Bescheid lag im Schrank, in einer Mappe, die der frühere Direktor angelegt hatte. Seine Frist war abgelaufen, und die Pumpe lief weiter wie am Tag davor. Das untere Paar nennt das Prinzip: Rechtskonformität wird gegengelesen, und Die Behörde hat denselben Akt, mit demselben Datum.
Die Karte sagt nicht, dass das Haus nachlässig war. Der frühere Direktor führte die Frist im Kopf, und sein Nachfolger konnte nicht nach etwas fragen, von dem er nichts wusste. Eine Lücke zu finden, ist kein Scheitern. Die Eigentümerin ging selbst zur Behörde, und die Begutachtung wurde von November auf April verschoben.
1.8 — Umweltpolitik und Umweltleistung: verbessern, was gemessen wird
Ein Tagungsraum eines Stadthotels, mit Stuhlreihen. Auf dem Tisch liegen ein aufgeschlagener Ordner mit einer Liste, in der jede Zeile in einem grünen Feld endet, ein Stapel gebundener Berichte und ein Blatt mit einer ansteigenden Linie. Die Eigentümerin im dunkelblauen Blazer legt einen Finger auf dieses Blatt. Die Umweltmanagementbeauftragte hat eine Hand auf dem Ordner. Der Direktor steht am Tisch, einen zweiten Ordner im Arm.
Die Karte zeigt den Morgen nach dem sechsten Bericht des Umweltgutachters. Fünf Berichte hatten keine Abweichung genannt. Der sechste verglich die erste Umwelterklärung mit dem Entwurf der jüngsten: Im Ausgangsjahr waren auf eine Übernachtung 50,0 Kilowattstunden entfallen, im letzten Jahr 55,5. Das sind elf Prozent mehr. Von zweiundzwanzig Zielen des Umweltprogramms waren einundzwanzig erreicht.
Die Täfelchen legen die beiden Papiere nebeneinander. Fast alle Ziele waren erreicht: Schulungen abgehalten, das Umwelthandbuch überarbeitet. Die Energie je Übernachtung stieg, jedes Jahr um rund zwei Prozent. Das untere Paar sagt, was daraus folgt: Das System ist nur das Werkzeug, und Gefragt wird nach der Leistung.
Die Karte sagt nicht, dass die Umweltmanagementbeauftragte schlecht gearbeitet hat. Sie hatte fünf Jahre lang getan, was die Umweltpolitik von ihr verlangte. Dass jede Kennzahl jedes Jahr sinken muss, steht in der Verordnung nicht. Die Eigentümerin setzte ein Ziel mit einer Zahl: von 55,5 auf 52 Kilowattstunden je Übernachtung in drei Jahren.
1.9 — Indirekte Umweltaspekte: Einkauf, Wäscherei, Anreise
Die Lieferrampe hinter einem Wellnesshotel. An der Rampe steht ein weißer Lastwagen mit heruntergelassener Ladebordwand. Der Fahrer schiebt einen Rollwagen mit gefalteter weißer Wäsche heraus, weitere stehen davor. Der Eigentümer im grauen Janker weist mit offener Hand durch eine weit geöffnete Tür in einen leeren, gefliesten Raum. Die Hausdame im dunklen Dienstkleid hat die Hände auf einem Rollwagen und sieht ihn an.
Die Karte zeigt einen Dienstag im März, zwanzig vor sieben. In dem leeren Raum war bis vor gut zwei Jahren die hauseigene Wäscherei untergebracht. Seither wäscht eine Großwäscherei, achtzig Kilometer entfernt. Im Entwurf der Umwelterklärung stand über dem Schaubild: «Wasserverbrauch halbiert.» Das Haus war von dreihundert auf hundertfünfzig Liter je Übernachtung gekommen. Wie viel Wasser die Wäscherei verbraucht, wusste im Haus niemand.
Die Täfelchen sagen zuerst, was der Zähler sieht. Das Haus wäscht nicht mehr selbst, und Sein Zähler zeigt seither weniger. Die Wäsche wird weiter gewaschen, rund 288 Tonnen im Jahr, nur an einem anderen Ort. Das untere Paar ist das Prinzip: Verlagert ist nicht eingespart, und Was das Haus abgibt, bleibt im Verzeichnis.
Die Karte sagt nicht, dass die Schließung der Wäscherei ein Fehler war oder dass jemand etwas verschweigen wollte. Die Maschinen stammten aus dem Jahr 1998. Die Zahl im Entwurf war richtig gemessen und falsch überschrieben. Mit der Angabe der Wäscherei bleibt ein Drittel weniger als früher und nicht die Hälfte.
1.10 — Umweltziele und Umweltprogramm: Mittel, Fristen, Verantwortliche
Der Raum der Kälteanlage im Keller eines Hotels. An der Wand steht eine alte Anlage mit zwei Verdichtern, darüber laufen gedämmte Rohre. Die Eigentümerin in dunkelroter Strickjacke hält drei Blätter aufgefächert, jedes eine Tabelle mit einem Federstrich am Fuß, und legt die andere Hand auf die Anlage. Der Direktor im Anzug hält eine geschlossene Mappe. Der Haustechniker in blauer Arbeitsjacke reicht geheftete Seiten herüber.
Die Karte zeigt die Zeile, an der die Eigentümerin hängen blieb. Die Kälteanlage ist zweiundzwanzig Jahre alt und im letzten Sommer zweimal ausgefallen. Im Umweltprogramm lautete Zeile zwei «Neue Kälteanlage», Termin «geplant». Die Eigentümerin fragte, was die Anlage koste und in welchem Jahr das Geld eingeplant sei. Der Haustechniker hatte ein Angebot über 186.000 Euro. Eingeplant war es in keinem Jahr. Sie hatte das Programm dreimal unterschrieben.
Die Täfelchen nennen zwei Papiere, die einander nie begegnet waren. Die Kälteanlage stand im Programm, seit drei Jahren. Im Investitionsplan stand sie nicht: Dort standen zwölf Zimmer im dritten Stock. Das untere Paar ist die Regel für jede Zeile: Ohne Betrag ist nichts beschlossen, und Ohne Datum fragt niemand nach.
Die Karte sagt nicht, dass das Haus untätig war. Der Haustechniker hatte in allen fünfundsiebzig Zimmern Durchflussbegrenzer eingebaut, und der Wasserverbrauch war von 214 auf 188 Liter je Übernachtung gefallen. Die Kälteanlage steht nun im Investitionsplan, und die zwölf Zimmer sind um ein Jahr verschoben.
1.11 — Das Referenzdokument für den Tourismus: Richtwerte ohne Pflicht
Der Rand eines Thermalbeckens in einem Wellnesshotel. Über dem Wasser steht leichter Dampf, dahinter stehen Liegen mit gerollten Handtüchern. Die Umweltmanagementbeauftragte im grauen Blazer hält ein Blatt mit zwei Säulen hoch, einer hohen und einer niedrigen, und zeigt auf die hohe. Der Eigentümer im grauen Janker sieht auf das Blatt, die Hand am Kinn. Die Spa-Leiterin im weißen Kasack weist mit offener Hand auf das Wasser.
Die Karte zeigt den Vergleich, den die Umweltmanagementbeauftragte dem Eigentümer vorlegte. Das Referenzdokument nennt für Hotels mit Zimmern mit eigenem Bad einen Gesamtwasserverbrauch von höchstens hundertvierzig Litern je Gast und Übernachtung. Das Haus lag bei dreihundertzwanzig. Der Eigentümer sagte: «Dann sind wir nicht konform.» Die Spa-Leiterin sagte, ein Thermalhaus sei mit einem Stadthotel nicht zu vergleichen. Durch ihre Becken laufe Thermalwasser.
Die Täfelchen nennen zuerst den Befund. Das Haus lag weit über dem Richtwert. Ohne das Thermalwasser bleiben zweihundert Liter, und auch sie liegen darüber. Den Anteil der Becken kannte niemand. Das untere Paar gibt die Pflicht wieder: Erreichen muss das Haus den Wert nicht. Es muss zeigen, was es daraus macht.
Die Karte sagt nicht, dass das Haus gegen eine Vorschrift verstößt. Dreihundertzwanzig Liter gegen hundertvierzig sind ein Abstand. Ein Verstoß sind sie nicht. Der Eigentümer nahm drei Wasserzähler und zwei Wärmemengenzähler für den Thermalbereich ins Umweltprogramm, und die Begutachtung bleibt im Herbst.
1.12 — Die Umwelterklärung: was das Haus öffentlich unterschreibt
Das Büro der Eigentümerin. Durch die offene Tür sieht man einen Wagen mit Handtüchern. Die Eigentümerin im dunkelgrauen Blazer sitzt vor einer Seite mit drei Säulen, die letzte deutlich höher als die anderen. Sie hält einen Stift und legt die andere Hand neben die hohe Säule. Die Umweltmanagementbeauftragte hält ein zweites Exemplar. Der Direktor im dunklen Anzug hält einen aufgeschlagenen Prospekt mit dem Foto eines Hallenbads.
Die Karte zeigt die Entscheidung von Mitte Februar. Das Berichtsjahr war das schlechteste seit der Eintragung. Im Mai begann im Kreislauf des Schwimmbads eine Leitung zu lecken, und vier Monate lang merkte es niemand. Der Verbrauch stieg von zweihundertfünf auf zweihundertdreiundachtzig Liter Wasser je Übernachtung. Der Direktor wollte die Kennzahlen in diesem Jahr weglassen oder nur den Durchschnitt der letzten drei Jahre zeigen.
Die Täfelchen halten die Entscheidung fest. Es war das schlechteste Jahr, und Die Eigentümerin gab es in Druck, mit der Zahl und mit dem Leck. Das untere Paar sagt, warum. Eine Umwelterklärung ist kein Prospekt, sie ist ein geprüfter Bericht. Auch das schlechte Jahr steht darin, und daher kommt ihr Wert.
Die Karte sagt nicht, dass ein schlechtes Jahr für sich die Registrierung kostet. Das steht in der Verordnung nicht. Sie sagt auch nicht, dass der Direktor täuschen wollte. Er las die Erklärung als Darstellung, bei der man auswählt. Der Umweltgutachter kam am elften März, ließ sich die Rechnungen zeigen und validierte.
1.13 — Logo und Umweltaussagen: was das Haus sagen darf
Das Büro des Eigentümers eines Stadthotels. Auf dem Tisch liegen Druckfahnen: ein Prospekt, ein Streifen mit Etiketten, Ausdrucke einer Website. Jede trägt ein leeres weißes Feld. Auf einem Handtuch stehen drei Flaschen Duschgel mit weißen Etiketten. Der Eigentümer hält eine weitere Flasche neben den Streifen. Rechts zeigt der Umweltmanagementbeauftragte auf eine Seite eines Berichts. Links hält die Marketingleiterin den Prospekt.
Die Karte zeigt die zwei Tage vor dem Druck. Wo das weiße Feld steht, hatte die Agentur das Logo vorgesehen: auf dem Etikett des Duschgels, auf dem Ausdruck der Startseite neben der Überschrift «Das klimaneutrale Hotel am Rhein» und auf der Seite eines Restaurants, das einer anderen Gesellschaft der Familie gehört. Die Registrierungsnummer fehlte überall. In der validierten Umwelterklärung stehen vierhundertachtundvierzig Tonnen CO2-Äquivalent.
Die Täfelchen nennen zwei der Stellen. Das Logo stand auf dem Etikett des Duschgels, das ein Hersteller aus der Region abfüllt. Und neben dem Wort klimaneutral, das in der Umwelterklärung nicht vorkommt. Das untere Paar ist die Regel für die Freigabe: Das Logo gilt für das, was geprüft ist. Alles andere belegt das Haus selbst.
Die Karte sagt nicht, dass die Marketingleiterin täuschen wollte. Sie und die Agentur konnten nicht wissen, was validiert ist. Die Karte sagt auch nicht, dass ein registriertes Haus nicht werben darf. Der Eigentümer zog den Druckauftrag zurück, und an die Stelle der Überschrift trat ein Satz aus der Umwelterklärung.
1.14 — Aufwand, Förderung und Erleichterungen: die Rechnung der Eigentümerschaft
Der Speisesaal eines Familienhotels am Abend. Die Stühle stehen auf den Tischen. Auf einem freien Tisch liegen drei Stapel Papiere und davor, nebeneinander, drei Exemplare desselben Formulars mit Zeilen und kleinen Kästchen. Die Eigentümerin in dunkler Trachtenjacke setzt den Bleistift auf eine Zeile des mittleren Formulars. Links hält der Steuerberater ein einzelnes Blatt. Rechts legt der Direktor, ihr Sohn, einen weiteren Stapel ab.
Die Karte zeigt den Abend im Oktober, an dem die Eigentümerin zum ersten Mal die Summe zog: 28.440 Euro in drei Jahren für Umweltgutachter, Gebühren und eigene Stunden. Dann las sie das Formular, mit dem das Haus jedes Jahr seine Angaben an die zuständige Stelle schickt. Eine Zeile fragt nach dem Antrag auf eine Ausnahmeregelung, ja oder nein. Der Direktor hatte die Ausnahme für eine Sache der Kleinstbetriebe gehalten.
Die Täfelchen nennen die Zeile, um die es geht. Die Ausnahme stand im Formular. Jedes Jahr war nein angekreuzt, und jedes Mal war das eine Entscheidung, die niemand getroffen hatte. Das untere Paar sagt, was daraus folgt: Die Verordnung hilft dem kleinen Haus, Aber nur dem, das es beantragt.
Die Karte sagt nicht, dass der längere Zyklus für jedes kleine Haus der richtige ist. Die Eigentümerin beantragte ihn nicht: Der Direktor plant einen Anbau, und der Umweltgutachter konnte nicht bestätigen, dass keine wesentliche Änderung geplant sei. Die Karte sagt auch nicht, dass der Direktor nachlässig war. Keine Rechnung weist auf die Erleichterungen hin.
1.15 — Die Entscheidung der Eigentümerschaft: ISO 14001, EMAS oder ein Umweltzeichen
Das Büro der Eigentümerin eines Berghotels. Durch die Tür sieht man an der Rezeption ein gerahmtes Blatt. Auf dem Tisch liegen ein Blatt mit drei Spalten und eine geheftete Liste. Die Eigentümerin in grüner Wolljacke setzt den Stift auf die mittlere Spalte. Links legt der Direktor im dunklen Anzug die Hand auf das Blatt. Rechts hält die technische Leiterin in grauer Jacke ein Blatt mit drei Balken, der mittlere am höchsten.
Die Karte zeigt den zweiten Dienstag im Juni. Die Seite des Direktors verglich drei Wege: beim Zertifikat nach ISO 14001 bleiben, das seit vier Jahren an der Rezeption hängt, das Haus nach EMAS registrieren lassen oder das EU-Umweltzeichen beantragen. Er sprach für das Zeichen, die technische Leiterin für die Registrierung. Sie legte die Energie je Übernachtung der letzten drei Jahre dazu: achtunddreißig Kilowattstunden, dreiundvierzig, vierzig.
Die Täfelchen geben den Nachmittag wieder. Der Direktor warb für die Plakette. Die Eigentümerin wählte das Register, weil ein Veranstalter in Zeile neun seines Fragebogens nach einer Registrierungsnummer gefragt hatte. Das untere Paar nennt die Reihenfolge: Wer wählt, wählt zuerst die Frage. Erst danach sagt der Preis etwas.
Die Karte sagt nicht, dass das Umweltzeichen der schlechtere Nachweis ist. Es ist der einzige der drei, den ein Gast ohne Erklärung versteht. Die Karte sagt auch nicht, dass die Registrierung für jedes Haus die richtige Antwort ist. In der Rechnung dieses Hauses ist sie die teuerste der drei.
2.1 — Die erste Umweltprüfung: Bestandsaufnahme eines Hauses
Der Technikkeller eines Hotels: ein geweißtes Gewölbe, Rohre, eine Stahltür, ein Wagen mit gefalteten Badetüchern. Auf einem Holzbrett hängen zwei graue Zähler und ein gelber Gaszähler, an jedem ein Anhänger aus Papier. Der technische Leiter in blauer Arbeitsjacke folgt mit der Taschenlampe der gelben Leitung über dem Gaszähler. Neben ihm hält die Assistentin des Direktors ein Klemmbrett mit einer Liste und sieht dem Lichtkegel nach.
Die Karte zeigt den Donnerstag der zweiten Woche. Die Assistentin, seit Neujahr Umweltmanagementbeauftragte, hatte die Rechnungen von drei Jahren in eine Tabelle eingetragen. Auf ihnen standen elf Zählernummern. Bei vier Zählern blieb in der Zählerliste von 2012 die Spalte «Bereich» leer. Zwei Stunden ging sie mit dem technischen Leiter durch die Keller. Am Gaszähler hingen die Herde und ein Trockner, in dem die Hausdame die Badetücher trocknet.
Die Täfelchen trennen das Papier vom Haus. Die Rechnungen nannten, was bezahlt war. Den Mann im Keller hatte niemand gefragt: Er hatte für die Umweltprüfung keine Stunde bekommen. Das untere Paar ist die Regel für den Auftrag. Eine Rechnung ist keine Bestandsaufnahme, und Wer das Haus kennt, bekommt dafür Stunden.
Die Karte sagt nicht, dass der technische Leiter etwas zurückgehalten hat. Drei der vier Zähler kannte er auswendig, und um eine neue Liste hatte ihn niemand gebeten. Danach bekam er jede Woche einen halben Tag und schrieb die Zählerliste neu: elf Zähler, jeder mit Ort und Tätigkeit. Bei zweien steht «nicht getrennt messbar».
2.2 — Das Rechtskataster eines Hotels: bindende Verpflichtungen ermitteln und bewerten
Die Werkstatt eines Hotels. An der Wand hängen Werkzeuge, rechts steht ein Stahlschrank offen. Darin stehen Ordner, einer liegt offen auf der Werkbank. Die Umweltmanagementbeauftragte im dunklen Blazer hält eine geheftete Liste, dick wie ein Buch, im Arm und wendet eine Seite im Ordner. Der Haustechniker im blauen Arbeitsmantel hebt einen zweiten Ordner aus dem Schrank. Links steht die Direktorin, die Lesebrille in der Hand.
Die Karte zeigt, was im Stahlschrank lag. Die Direktorin hatte ein Rechtskataster gekauft: vierhundert Zeilen Bundes- und Landesrecht. Mit siebenunddreißig offenen Zeilen ging die Umweltmanagementbeauftragte zum Haustechniker. Bei Zeile 148 öffnete er den Schrank: vier Ordner, darin der Genehmigungsbescheid von 1997 mit vierzehn Auflagen, zusammen vier Papiere mit siebenundzwanzig Pflichten. Mit Bescheid und Liste ging sie danach zur Direktorin.
Die Täfelchen stellen zwei Quellen nebeneinander. Die Liste kannte das Recht des Landes. Der Bescheid lag im Schrank der Werkstatt und hieß im Haus nicht Recht, sondern Technik. Das untere Paar gibt die Reihenfolge an, als Methode, nicht als Vorschrift: Das Kataster beginnt beim eigenen Bescheid. Danach kommt das Recht, das für alle gilt.
Die Karte sagt nicht, dass die gekaufte Liste falsch war. Die Direktorin behielt sie als Gegenprobe, und achtunddreißig ihrer Zeilen stehen im neuen Kataster. Die Karte sagt auch nicht, dass der Haustechniker nachlässig war. Er kannte die vierzehn Auflagen, nur waren es für ihn Arbeiten der Werkstatt.
2.3 — Umweltaspekte bewerten: Kriterien für die Bedeutung
Die Wäscherei eines Hotels: zwei Waschmaschinen, Wagen mit weißer Wäsche, ein Tisch aus Stahl. Darauf liegt eine große Tabelle mit vielen schmalen Zeilen. In einer Spalte trägt jede Zeile dasselbe bernsteinfarbene Feld. Der Direktor im dunklen Anzug zeigt auf diese Spalte. Rechts hält der technische Leiter in grauer Arbeitsjacke einen Bleistift. Links steht die Leiterin der Hauswirtschaft im dunklen Kasack, eine Hand an einem Wagen.
Die Karte zeigt die Bewertungsmatrix, die in der zweiten Februarwoche zurückkam. Sie hatte einunddreißig Zeilen, vom Heizöl bis zum Papier am Empfang, und einunddreißigmal stand als Ergebnis dasselbe Wort: mittel. Die Vorlage addierte drei Noten von eins bis drei. Das ergibt siebenundzwanzig Kombinationen, und neunzehn davon führen zu «mittel». Das Heizöl, das drei Viertel der Energie liefert, bekam sieben Punkte und die Minibars ebenfalls.
Die Täfelchen beschreiben zuerst den Befund. Jede Zeile trug dieselbe Stufe. Entschieden hatte die Matrix nichts: Mit ihr ließ sich jede Maßnahme begründen, also keine. Das untere Paar nennt die Abhilfe. Jede Stufe bekommt eine Schwelle, die sich an den Zahlen des Hauses ablesen lässt, Und jede Note eine Zahl mit Quelle.
Die Karte sagt nicht, dass der technische Leiter die Matrix nachlässig ausgefüllt hat. Die Vorlage nannte keine Schwelle, und wer keine Regel hat, irrt mit der Mitte am wenigsten. Die Karte sagt auch nicht, dass eine Matrix Pflicht ist: Die Verordnung schreibt Kriterien vor, keine Methode.
2.4 — Energie: Kernindikator, Zähler und der Anteil der erneuerbaren Energien
Der Zählerraum im Keller eines Ferienhotels. An der Wand läuft eine gelbe Gasleitung mit einem Gaszähler, daneben steht ein Schaltschrank mit drei Stromzählern offen. Die technische Leiterin in blauer Arbeitsjacke hat eine Hand am Gaszähler und zeigt mit der anderen auf die Stromzähler. Der Direktor im grauen Anzug hält ein Blatt mit einer Tabelle und sieht zu den Zählern. In der offenen Tür steht der Küchenchef mit einem Notizbuch.
Die Karte zeigt den Januar, in dem eine richtige Summe nichts erklärte. Der Energieverbrauch war von 1.870.000 auf 1.738.000 Kilowattstunden gefallen, und der Direktor rechnete sieben Prozent weniger. Das Gas war um 190.000 Kilowattstunden gesunken, der Strom um 58.000 gestiegen. Die Küche kochte seit dem Umbau im April mit Induktion, der Ökostromvertrag war ausgelaufen, und der Winter war mild gewesen, mit acht Prozent weniger Heizgradtagen.
Die Täfelchen nennen die Nachricht und was sie verdeckte. Die Summe war gesunken, und das stimmte. Dahinter lagen Küche, Vertrag und Winter, und die Tabelle zeigte keines davon. Das untere Paar ist die Regel für das Blatt in der Hand des Direktors: Die Summe ist die letzte Zeile der Rechnung, Nicht die einzige.
Die Karte sagt nicht, dass die technische Leiterin falsch gerechnet hat. Die Summe war aus den Rechnungen richtig gerechnet, und sie selbst traute ihr nicht. Die Karte sagt auch nicht, dass Unterzähler Pflicht sind: Die Verordnung verlangt festzulegen, was, wie und wann gemessen wird.
2.5 — Wasser und Abwasser: Zimmer, Küche, Wellness
Der Keller eines Thermenhotels bei Lampenlicht. Ein dickes Rohr trägt einen Wasserzähler aus Messing, dahinter teilt sich die Leitung in zwei Stränge mit blauen Handrädern. Der Nachtportier in dunklem Anzug und Krawatte beugt sich über den Zähler und leuchtet mit einer Taschenlampe darauf. Vor ihm liegt ein Notizblock. Der Haustechniker in blauer Arbeitsjacke hat eine Hand auf dem Rohr und sieht dorthin, wo die Leitung sich teilt.
Die Karte zeigt die Ablesung, mit der die Suche begann. Das Wasser aus dem Ortsnetz lief über einen einzigen Zähler. Im Februar las der Nachtportier für den Haustechniker den Hauptzähler um zwei und um vier Uhr ab: In diesen zwei Stunden waren 8.400 Liter durchgelaufen. Am Morgen folgte der Haustechniker der Leitung bis in den Technikraum der Bäder. Um drei Uhr hatte die Schaltuhr einen Filter rückgespült, acht Kubikmeter je Spülung.
Die Täfelchen sagen, was die Nacht zeigte und was offen blieb. Nachts lief der Hauptzähler weiter, und in keiner Rechnung stand es. Wohin das Wasser ging, wusste niemand: Die Zustimmung des Abwasserverbands von 1996 nannte kein Rückspülwasser. Das untere Paar zieht die Grenze: Die Kennzahl ist eine Summe am Zähler, und Die Verantwortung endet nicht am Abfluss.
Die Karte sagt nicht, dass der Haustechniker nachlässig war. Einen zweiten Zähler hatte beim Zubau von 2008 niemand verlangt, und für die Menge stand im Haus niemand ein. Die Karte sagt auch nicht, dass die Verordnung Unterzähler vorschreibt: Das Haus legt fest, was es misst und wie.
2.6 — Abfall und Lebensmittelabfälle: Buffet, Küche, Getrenntsammlung
Die Spülküche eines großen Ferienhotels. Auf einer Bodenwaage steht ein Servierwagen mit vollen Platten: Käse, Schinken, Brötchen, Croissants, geschnittenes Obst. An der Wand stehen vier Eimer mit Deckel in vier Farben und zwei Tonnen. Die Assistentin der Direktion im dunklen Blazer schreibt auf eine Liste. Die Küchenchefin hat eine Hand am Wagen und sieht auf die Platten. Hinter beiden hält der F&B-Leiter eine kleine weiße Schale.
Die Karte zeigt, was die Zahl für die Umwelterklärung nicht enthielt. Die 1,02 Kilogramm Abfall je Übernachtung waren aus den Leerungen des Entsorgers gerechnet, mit vier angenommenen Dichten. Im Juni standen zwei Wochen lang vier Eimer in der Küche, und die Spülküche wog jeden, bevor sie ihn in die Tonne leerte. Vom Buffet kamen 462 Kilogramm zurück, dreiunddreißig an jedem Morgen. Die Küchenchefin hatte auf die Teller gesetzt.
Die Täfelchen stellen zwei Zählweisen nebeneinander. Der Entsorger zählte die Leerungen, im Januar wie im Juli dieselben. Was vom Buffet zurückkam, wog niemand, bis die vier Eimer standen. Das untere Paar ist die Methode: Gewogen wird, wo der Abfall entsteht, und Unter der Zahl steht, wer gewogen hat.
Die Karte sagt nicht, dass Wiegen Pflicht ist. Vor den Gewichtseinheiten steht in der Verordnung ein «vorzugsweise». Die Karte sagt auch nicht, dass die Küche verschwendet hat: Nach dem Standard des Hauses war das Buffet bis halb elf vollständig. Seither wird ab Viertel vor zehn in kleinen Schalen nachgelegt.
2.7 — Material, Einkauf und Chemikalien
Das Lager der Hausdame im Untergeschoss eines Stadthotels. Das Stahlregal ist gefüllt mit Kanistern, Flaschen und Eimern, davor stehen weitere Kanister in zwei Reihen auf dem Boden. Die Hausdame im schwarzen Kittelkleid zählt sie mit dem Finger. Die Direktorin im Hosenanzug nimmt eine Flasche aus dem Regal. Der Qualitätsleiter in grauer Jacke hält einen Entwurf aufgeschlagen. Rechts steht ein offener Karton mit kleinen Portionsbechern.
Die Karte zeigt den Dienstag im Januar, an dem im Lager zum ersten Mal gezählt wurde. Im Entwurf der ersten Umwelterklärung stand in der Zeile Material: «Nicht relevant. Das Haus ist ein Dienstleistungsbetrieb und verarbeitet keine Rohstoffe.» Die Hausdame zählte vierzig Produkte von fünf Lieferanten, siebzehn mit Gefahrenpiktogramm. Am Donnerstag lag die Liste des Einkäufers vor: 2.555 Kilogramm Reinigungsmittel im Jahr und 219.000 Portionspackungen.
Die Täfelchen nennen den Satz und seinen Mangel. Material galt als nicht relevant, übernommen aus der Umwelterklärung eines Ingenieurbüros. Im Lager hatte niemand gezählt. Das untere Paar gibt die Reihenfolge an: Nicht relevant ist ein Ergebnis einer Bewertung, und Vorher wird gezählt und bewertet.
Die Karte sagt nicht, dass der Qualitätsleiter etwas verbergen wollte. Bis zu jenem Donnerstag hätte ihm im Haus niemand widersprechen können. Die Karte sagt auch nicht, dass ein Haus den Indikator nie weglassen darf. Die Verordnung lässt es zu, nach einer Bewertung und mit einer klaren und begründeten Erklärung.
2.8 — Emissionen und Kältemittel: Heizung, Kälte, Fuhrpark
Der Technikraum im Tagungsflügel eines Hotels. Durch die offene Stahltür sieht man Tagungsstühle in einem Flur. Im Raum steht ein grauer Kaltwassersatz mit gedämmten Rohren. Die Umweltmanagementbeauftragte hält eine Rechnung und drei geheftete Seiten und vergleicht sie. Der technische Leiter in dunkler Arbeitsjacke legt einen Finger auf das Typenschild der Anlage. Hinter beiden steht der Direktor, eine dünne Mappe unter dem Arm.
Die Karte zeigt zwei Papiere über dieselbe Julinacht. Die Rechnung der Kältefirma lautet auf einen Störungseinsatz: Leck abgedichtet, «R-410A nachgefüllt, 18 kg», 2.862 Euro. Die drei Seiten sind das Logbuch der Anlage, das die Kältefirma führt: 62 Kilogramm Füllmenge, Treibhauspotential 2.088, zwei Nachfüllungen. Achtzehn mal 2.088 sind 37,6 Tonnen CO2-Äquivalent. In der Bilanz des Hauses, 771 Tonnen aus Gas und Strom, stand davon nichts.
Die Täfelchen erzählen den Vorgang zweimal. Der Techniker füllte Kältemittel nach, und am Morgen war der Saal wieder kühl. Gebucht wurde eine Reparatur, auf die Kostenstelle Instandhaltung. Das untere Paar liest dieselbe Nacht anders: Was nachgefüllt wird, war entwichen, und Die Bilanz zählt es als Emission.
Die Karte sagt nicht, dass der technische Leiter nachlässig war. Er hatte eine Störung behoben, und dass er dabei eine Emission hätte melden sollen, hatte ihm niemand gesagt. Die Karte sagt auch nicht, dass die Verordnung Kältemittel regelt. Das Wort kommt in ihr nicht vor. Erfasst ist, was entweicht.
2.9 — Flächenverbrauch und biologische Vielfalt: Garten, Parkplatz, Ufer
Der Garten eines Ferienhotels. Eine hohe Hecke schließt ihn ab, an der Seite steht die Hauswand mit geschlossenen Läden. Vorn liegt gemähter Rasen, daneben unter einem alten Apfelbaum ein Streifen hohes, ungemähtes Gras, dahinter der Asphalt eines leeren Parkplatzes. Die Leiterin des Empfangs hält einen Lageplan und den Griff eines Messrads. Der Gärtner in grüner Schürze und Gummistiefeln weist mit der offenen Hand auf den Rasen.
Die Karte zeigt die Begehung, bei der aus 8.920 Quadratmetern naturnaher Fläche 1.850 wurden. Acht Jahre lang stand in der Umwelterklärung eine Zeile: «Flächenverbrauch: 14.600 m².» Die Leiterin des Empfangs hatte als naturnah eingetragen, was nicht versiegelt war. Der Gärtner schüttelte den Kopf. Die Liegewiese mähe er von Mai bis September jede Woche, sie werde gedüngt und beregnet. Vor dem Bau des Parkplatzes hatte ihn der Architekt gefragt, wo die Wasserleitung liege.
Die Täfelchen nennen die Quelle und den, der fehlte. Die Zahl kam aus dem Grundbuch und sagt, wie viel Boden dem Haus gehört. Den Gärtner hatte niemand gefragt, obwohl er seit zwanzig Jahren im Haus arbeitet. Das untere Paar teilt die Arbeit: Der Plan zeigt, wo Boden offen liegt. Was dort wächst, sagt, wer dort mäht.
Die Karte sagt nicht, dass die Zahl aus dem Grundbuch falsch war. Sie stimmte acht Jahre lang und ist die erste von vier verlangten Angaben. Die Karte sagt auch nicht, dass ein gemähter Rasen ein Fehler ist: Die Liegewiese bleibt Rasen, denn ihretwegen kommen die Gäste.
2.10 — Beteiligung, Kompetenz und Saisonkräfte
Ein Zimmerflur in einem Saisonhotel. Rechts steht ein Wandschrank mit leeren Fächern offen. Davor steht ein Wäschewagen, die vier Fächer voll weißer Wäsche, obenauf zwei weitere Stapel. Die Etagenkraft im hellblauen Kittel zeigt in ein Fach. Neben ihr hält der Leiter der Verwaltung in dunkler Strickjacke einen kleinen Zettel hoch, einen Ordner unter dem Arm. Hinter beiden steht die Hausdame im dunklen Kleid mit einem Klemmbrett.
Die Karte zeigt den Weg mit dem beladenen Wagen, den der Umweltmanagementbeauftragte zwei Jahre nach seiner Maßnahme vier zum ersten Mal abging. Die Maßnahme hatte die Schränke der Etagen geräumt, damit die Wäsche von 2,4 auf 2,1 Kilogramm je Übernachtung sinkt. In die Fächer des Wagens passen vier Sätze, gebraucht wurden sechs. So fuhr jede zweimal und griff einen Stapel mehr, und der Rest ging sauber in den Sack. Die Kennzahl stieg auf 2,7 Kilogramm.
Die Täfelchen sagen zuerst, was geschah. Die Etage schrieb einen Zettel, vor zwei Jahren: Der Wagen sei zu klein. Die Antwort blieb im Protokoll des Umweltteams, und auf der Etage erfuhr sie niemand. Das untere Paar nennt die zwei Richtungen: Mit der Unterweisung spricht das Haus, Mit der Beteiligung hört es zu.
Die Karte sagt nicht, dass die Etage Wäsche verschwendet hat oder dass die Hausdame wegsah. Sie kannte die zweite Fahrt und hatte deshalb eine zusätzliche Kraft beantragt. Die Karte sagt auch nicht, dass Zuhören das Ziel erreicht. Ende Oktober lag die Kennzahl wieder bei 2,4 Kilogramm, und das Ziel von 2,1 bleibt verfehlt.
2.11 — Kommunikation und offener Dialog: Gäste, Nachbarn, Behörden
Die Rezeption eines Hotels am Rand der Altstadt. Auf dem Tresen liegen ein dickes aufgeschlagenes Buch und ein Ringordner. Der Direktor im grauen Anzug hält einen Brief und legt einen Finger auf eine Zeile des Buchs, an der ein kurzer Strich steht. Neben ihm hält die Leiterin der Rezeption, in Blazer und Halstuch, den geöffneten Umschlag. Am Bildschirm mit farbigen Feldern sitzt eine Rezeptionistin und sieht zu beiden auf.
Die Karte zeigt den 11. März, an dem dieselbe Sache zum vierten Mal ankam. Ein Nachbar schrieb, seit dem April des Vorjahres rieche es in seinem Schlafzimmer morgens nach gerösteten Zwiebeln und Fett. Sein Brief vom 12. Juni lag im Ordner «Korrespondenz allgemein», seine E-Mail vom 3. Oktober trug den Vermerk «erledigt». Den Anruf des Stadtamts vom 14. November fand der Direktor im Schichtbuch, abgehakt und ohne Rückruf.
Die Täfelchen legen zwei wahre Sätze nebeneinander. Jede Beschwerde war beantwortet, rasch und freundlich. Im Umweltmanagement kam keine an, und in der Managementbewertung stand: «Beschwerden: keine.» Das untere Paar zieht die Folgerung: Beantwortet ist nicht erledigt, und Die Liste zeigt auch, was offen bleibt.
Die Karte sagt nicht, dass die Rezeption nachlässig war. Ihre Leiterin beantwortete den ersten Brief nach vier Tagen selbst. Die Karte sagt auch nicht, dass eine Liste den Geruch beseitigt. Der Nachbar antwortete, morgens sei es besser, am Samstagnachmittag rieche es im Hof. Seine Zeile bleibt offen, und so legt der Direktor sie dem Umweltgutachter vor.
2.12 — Ablauflenkung und Dienstleister: Technik, Wäscherei, Pächter
Die Lüftungszentrale unter dem Dach eines Hotels. An der Tür eines Schaltschranks sitzt ein schwarzer Drehschalter. Der Hauswart einer Fremdfirma, im orangefarbenen Overall, hat eine Hand am Schalter und hält in der anderen ein kleines Heft. Neben ihm zeigt der technische Leiter in dunkelblauer Arbeitsjacke auf eine Zeile eines Blatts. In der offenen Tür zum Treppenhaus steht die Direktorin im Hosenanzug mit gehefteten Blättern.
Die Karte zeigt den 10. Februar. Im Monatsrapport der Hauswartfirma standen für die Lüftung der Gänge 744 Betriebsstunden, und der Januar hat 744 Stunden. Nach dem Zeitprogramm wären es 496 gewesen. Der Wahlschalter stand auf «Hand», seit dem 2. Dezember, als drei Gäste stickige Luft im Gang reklamiert hatten. Der Hauswart hatte es in das Kontrollheft seiner Firma eingetragen. Die Regel der Gruppe begrenzt den Handbetrieb auf vierundzwanzig Stunden.
Die Täfelchen nennen den Weg der Regel. Die Regel ging an die Angestellten, über ein Dokumentensystem, in dem nur sie ein Konto haben. Den Schalter bediente ein anderer, und er ist keiner von ihnen. Das untere Paar sagt, wohin eine Regel gehört: Eine Regel gilt an der Anlage, Nicht nur auf der Lohnliste.
Die Karte sagt nicht, dass der Hauswart eine Regel gebrochen hat. Niemand hatte ihm gesagt, dass es eine gibt, und die Luft im zweiten Stock stand, wie die Gäste gesagt hatten. Den Rapport für Dezember hatte der technische Leiter unterschrieben, ohne die Zeile zu lesen. Heute fällt der Handbetrieb von selbst zurück.
2.13 — Notfallvorsorge: Heizöl, Chemikalien, Hochwasser
Der helle Kellerflur eines Hotels. An der Wand neben einer grauen Stahltür stehen drei Striche übereinander, rot, blau und grün. Im Schloss hängt ein Schlüsselbund. Auf dem Werkzeugwagen daneben liegt eine Kappe aus Messing. Der Haustechniker im grauen Arbeitshemd hat eine Hand am Schlüsselbund und hält in der anderen ein kleines offenes Buch. Neben ihm drückt die Leiterin des Empfangs einen roten Ordner an sich und liest mit.
Die Karte zeigt, was das Haus für das Hochwasser hatte. Die Striche hat der Haustechniker gemalt, dreißig Zentimeter, fünfundfünfzig Zentimeter und einen Meter fünfunddreißig über dem Boden. So hoch stand das Wasser bei den drei Hochwassern der letzten zwanzig Jahre. Der Öltank steht unter dem obersten Strich. Sein Taschenkalender nennt die Uhrzeiten des letzten Hochwassers. Die Kappe für die Entlüftung gibt es einmal, und der Schlüssel zum Tankraum hängt an seinem Bund.
Die Täfelchen sagen, wo der Plan war. Den Plan trug ein Mann im Kopf, mit allen Schritten und ihrer Reihenfolge. Im Ordner der Rezeption stand nichts davon, nur eine Zeile auf Seite einunddreißig. Das untere Paar gibt den Maßstab: Geplant wird für die schwächste Besetzung, Für die Nacht ohne den Haustechniker.
Die Karte sagt nicht, dass der Haustechniker sein Wissen zurückhielt. Beim letzten Hochwasser trat nichts aus, und die sechs Blätter diktierte er an drei Nachmittagen. Die Karte sagt auch nicht, dass ein Blatt den Tank sichert. Bei der Übung passte die neue zweite Kappe nicht auf das Gewinde.
2.14 — Daten für die Umwelterklärung: Zähler, Bezugsgröße, drei Jahre
Das Büro der Direktorin, hinter der offenen Tür die Hotelhalle. Die Direktorin im Blazer hält am Schreibtisch zwei Blätter hoch. Jedes zeigt ein Raster mit einer Kurve: Auf dem einen steigt sie, auf dem anderen fällt sie. Neben ihr zeigt der Controller im Pullunder auf die fallende Kurve und hält ein Klemmbrett mit einem Blatt voller Kästchen. Links sitzt die stellvertretende Empfangsleiterin mit offener Mappe und Stift.
Die Karte zeigt denselben Verbrauch mit zwei Nennern. Je Übernachtung stieg die Energie in drei Jahren von 63,0 auf 81,0 Kilowattstunden. Je Gästetag, einer Größe, die das Haus selbst gebildet hat, sank sie von 56,0 auf 27,0. Darin zählt jeder der sechzigtausend Tagesgäste des Kongresssaals wie eine Übernachtung. Der Saal hat eigene Zähler: 480.000 Kilowattstunden im Berichtsjahr, 8,0 je Tagesgast. Für das übrige Haus blieben 65,0 je Übernachtung.
Die Täfelchen geben beide Kurven wieder. Je Übernachtung stieg der Verbrauch, um knapp neunundzwanzig Prozent. Je Gästetag sank er, um knapp zweiundfünfzig Prozent. Das untere Paar ist der Befund: Einen gerechten Nenner gibt es nicht für ein Haus mit zwei Geschäften. Es gibt getrennte Zähler, und zu jedem gehört seine Größe.
Die Karte sagt nicht, dass eine der beiden Zahlen falsch gerechnet war. Beide stimmten und beantworteten verschiedene Fragen. Sie sagt auch nicht, dass ein Haus den Nenner wechseln muss. Die Direktorin entschied gegen den Wechsel, und der Saal bekommt eine eigene Zeile. Ob die Darstellung trägt, beurteilt der Umweltgutachter.
2.15 — Die Umwelterklärung aktualisieren und das Haus zur Begutachtung führen
Das Büro der technischen Leiterin. Auf dem Schreibtisch liegen ein gehefteter Bericht und ein gebundener Entwurf nebeneinander. Auf dessen offener Seite ist eine Zeile durchgestrichen. Die Eigentümerin in grüner Wolljacke legt den Zeigefinger darauf. Links von ihr sitzt der Direktor im dunklen Anzug, den Stift in der erhobenen Hand. Rechts hält die technische Leiterin in grauer Arbeitsjacke das aufgeschlagene Zählerbuch.
Die Karte zeigt den Nachmittag im Februar, an dem über eine Zahl entschieden wurde. Zur Energie nennt der Entwurf vier Jahre: achtunddreißig Kilowattstunden je Übernachtung, dreiundvierzig, vierzig, neununddreißig. Der Direktor hatte die erste Zahl gestrichen, denn verlangt seien drei Jahre. Die Achtunddreißig stammt aus dem Jahr, bevor das Schwimmbad wieder anlief. Im Zählerbuch hielt die Neununddreißig: 1.638.000 Kilowattstunden bei 42.000 Übernachtungen.
Die Täfelchen erzählen den Streit in zwei Sätzen. Der Direktor strich eine Zahl, und falsch war in seiner Fassung keine. Die Eigentümerin behielt sie in der Reihe und leitete die Managementbewertung selbst. Das untere Paar ist die Probe für jede Erklärung: Von jeder Zahl führt ein Weg zum Zähler, Von jedem Satz zu einem Blatt der Akte.
Die Karte sagt nicht, dass der Direktor gefälscht hat. Er hat ausgewählt, und ohne die erste Zahl liest sich eine Erholung als Fortschritt. Die Karte sagt auch nicht, dass der Entwurf sonst hielt. Von achtundfünfzig Zahlen hielten fünfundfünfzig, und der Restabfall war gerechnet, nicht gewogen.